Neue Saalebrücken: Umweltverein fordert Planungsstopp

27. August 2015 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

In der halleschen Stadtverwaltung laufen derzeit Planungen zweier neuer Saalebrücken zwischen Lettin und Trotha sowie zwischen Feuerwache und Böllberger Weg.

„Mit fortgesetzter großer Sorge und Unverständnis“ nehme man diese Pläne auf, so der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA). So ganz ist der AHA nicht auf dem neuesten Stand, argumentiert er doch noch mit möglichen Brücken über die Peißnitz. Etwaige Ideen dazu sind aber längst vom Tisch.

Die Nordvariante würde das Landschaftsschutzgebiet Dölauer Heide, die Naturschutzgebieten „Brandberge“,”Porphyrlandschaft bei Brachwitz“ und „Forstwerder“ sowie den Geschützten Landschaftsbestandteil im Bereich der Götschemündung den Saalwerder mit seiner ausgedehnten und vielfältigen Saaleauenlandschaft tangieren. Ebenso wäre eine kleine Streuobstwiese gefährdet.

Das Planungsgebiet südlich der Rennbahn gehöre laut AHA mit seinen Restauenwäldern und Sukzessionsgebieten aus Hart- und Weichholz, Wiesen- und Schilfflächen sowie Feuchtgebieten zu den wertvollsten und schützenswerten Landschaften und Naturgebieten im halleschen Raum.

Eine Brücke im Norden würde laut Stadt an der Giebichensteinbrücke zu einer Entlastung von 18 % und an der Hochstraße von 2 % führen, im Brandbergweg gebe es eine Verkehrszunahme um 72 %. Eine Brücke im Süden würde die Hochstraße um 10 % entlasten und den Böllberger Weg um 20 Prozent zusätzlich belasten. Das bedeute laut AHA, dass es verstärkte Verkehrsbelastungen an und in Wohngebieten gäbe.

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