Hackschnitzel aus Ha-Neu

27. April 2017 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Halles erster Energiewald wird 10 Jahre alt

Vor zehn Jahren, im April 2007, hatte die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft (HWS) den bundesweit ersten innerstädtischen Energiewald, eine so genannte Kurzumtriebsplantage, in Halle-Neustadt errichtet. Heute feiert er sein 10-jähriges Jubiläum. In einer Pflanzaktion wurden 2007 entlang des Lüneburger Bogens 18.000 Balsampappel-Stecklinge in die Erde gesetzt, nicht nur, um das Stadtbild durch Grünes zu verschönern. Denn mittlerweile konnten dank vier Ernten mehr als 22 Tonnen Holz zu Hackschnitzeln verarbeitet werden, welche dann als Brennstoff zur Energiegewinnung dienten. Im Vergleich zur ersten Ernte im Jahr 2010, bei der 2,68 Tonnen abgetragen wurden, waren es im vergangenen Jahr schon 10,1 Tonnen. Jetzt, nur ein Jahr nach der letzten Ernte, ragen die Balsampappeln schon wieder etwa zwei Meter in die Höhe. Kurzumtriebsplantagen bestehen aus schnellwachsenden Bäumen, die innerhalb weniger Jahre geerntet und zu Biomasse verarbeitet werden können. So kann Energie oder Wärme komplett regenerativ erzeugt werden. Zusätzlich begrünt die Plantage das Wohnumfeld in Halle-Neustadt. In der wurden Pappeln angepflanzt. Sie sind nicht nur besonders robust, sondern versprechen außerdem einen reichen Ertrag an Biomasse in kürzester Zeit. Die Kurzumtriebsplantage am Lüneburger Bogen wird seitdem erfolgreich betrieben. Alle zwei Jahre werden die  Pappeln geerntet, d.h. kurz über dem Boden abgeschnitten. Das letzte Mal im Februar 2016. Die Pappeln treiben danach wieder neu aus.

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