Ausbau Rannischer Platz: HAVAG startet Neuausschreibung, Umbau ab Mitte Oktober

11. August 2014 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Eigentlich sollte seit März schon am Rannischen Platz gebaut werden. Doch nach einer Beschwerde eines unterlegenen Bauunternehmens wird die Ausschreibung wiederholt.
rannischer
Die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) folgt damit einer Empfehlung des Richters der Vergabekammer am Landesverwaltungsamt. „Wenn die erneute Ausschreibung problemlos verläuft, könnten wir aus heutiger Sicht Mitte Oktober endlich anfangen zu bauen. Die Winterbaustelle könnte, je nachdem, ob es ein milder oder ein harter Winter wird, voraussichtlich im Juni 2015 fertiggestellt werden, damit die Bauarbeiten am Steintor beginnen können“, erklärt HAVAG-Vorstand Vinzenz Schwarz. Die Hallesche Verkehr AG ist Bauherr.
Rannischer-Platz
6,5 Millionen Euro sollen in den Rannischen Platz investiert werden. Der Platz soll neu gestaltet und die komplette Gleisanlage erneuert und erweitert werden. Ebenso werden sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen auf und um den Verkehrsknoten ausgetauscht bzw. saniert. Unter anderem soll das vorhandene „Sammelsurium“ am Rannischen Platz mit 7 einmündenden Straßen und drei Straßenbahntrassen, das derzeit von 20.000 Autos am Tag und 40 Straßenbahnen pro Stunde gekreuzt wird, übersichtlicher werden. Entstehen soll ein leicht ovaler Platz, die Mittelinsel soll künftig größer sein als aktuell, auch künftig wird er aber von der Höhe der Bordkanten her überfahrbar bleiben – unter anderem für Wartungsfahrzeuge der HAVAG oder größere Transporte. Der Platz selbst wird wieder mit Pflastersteinen gestaltet. Dagegen bekommt der äußere Kreis einen Asphaltbelag. Verbesserungen soll es für die Fußgänger geben, beleuchtete Überwege sind über die Bertramstraße, Wörmlitzer Straße, Liebenauer Straße und Willy-Brandt-Straße geplant, über die Torstraße, den Steinweg und die Beesener Straße dürfen wegen der Straßenbahntrasse verkehrsrechtlich keine Überwege angelegt werden.

Ursprünglich war der Start für den Umbau des Rannischen Platzes für Anfang März 2014 vorgesehen. Eine bereits im Frühjahr erfolgte Ausschreibung musste wegen unwirtschaftlicher Angebote aufgehoben werden und es wurde ein Verhandlungsverfahren durchgeführt. Das Verhandlungsverfahren stand kurz vor seinem Abschluss. Entsprechend der Formalien eines Vergabeverfahrens wurden die unterlegenen Bieter schriftlich informiert.

Bevor jedoch der Zuschlag an den wirtschaftlichsten Bieter erteilt werden darf, ist eine 14-tägige Frist einzuhalten. In dieser Frist hatte ein im ersten und zweiten Vergabeverfahren unterlegener Bieter ein Prüfverfahren bei der Vergabekammer gegen die Aufhebung des ersten, offenen Vergabeverfahrens eingeleitet. Die Vergabekammer sah keine Rechte des Klägers im ersten Vergabeverfahren verletzt und hat den Antrag zurück gewiesen. Das Verhandlungsverfahren wird nach der Zurückweisung des Antrages ebenfalls offiziell beendet, um die oben angekündigte Neuausschreibung auszuführen.

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