Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand bleibt dabei, dass die Eissporthalle durch das Hochwasser nicht mehr nutzbar ist und deshalb abgerissen wird.

Seit zwei Jahren schon gebe es Gutachten, dass die alte Halle nicht mehr nutzbar sei. So habe ein Brandschutzkonzept gefehlt, viele Mängel seien aufgetreten. „Es ist wirtschaftlicher Totalschaden. Die Stadt wird sich überhaupt nicht darum kümmern“, so Wiegand.

In den vergangenen Jahren si zudem immer wieder die Wirtschaftlichkeit des gesamten Konstrukts hinterfragt worden. „Die Struktur hat sich nicht bewährt“, sagte Wiegand auf Nachfrage. Es habe dringend eine neue Struktur gefunden werden müssen. „Und die haben wir jetzt gefunden mit drei verlässlichen Partnern, die die nächsten vier Jahre zusammen planen werden.“ Den bisherigen Eisporthallen-Betreibern Busch und Werkling stünden Türen und Tore offen, sich an der neuen Lösung zu beteiligen. „Aber als Vertragspartner kommen sie definitiv nicht mehr in Frage.“ Denn immer wieder habe es in den vergangenen Jahren Niederschlagungen von Forderungen gegeben, sprich: die Stadt hat beispielsweise auf Steuerforderungen verzichtet. Es habe ein wirtschaftliches Defizit und Chaos geherrscht.

Busch und Werkling hatten Widerspruch gegen die außerordentliche Kündigung bei der Eissporthalle eingelegt und erklärt, mit minimalem Aufwand könne die Halle wieder in Betrieb gehen. Der aufgelöste Eissporthallen-Verein, in dem die Stadt Hauptmitglied ist und dessen Vorsitzender zugleich in der Stadtverwaltung Leiter eines Dienstleistungszentrums ist, droht dagegen mit Räumungsklage, sollten Busch und Werkling nicht freiwillig das Feld räumen.

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