Sachsen-Anhalts Chef-Statistiker zu Wiegands Bevölkerungs-Statistik

20. Januar 2015 | Politik | 1 Kommentar

Halle schrumpft nicht mehr – bis 2030 bleiben die Bevölkerungszahlen in der Saalestadt stabil. Das verkündete Oberbürgermeister Bernd Wiegand und übte zugleich Kritik an den offizielle Prognosen des Statistischen Landesamtes. Diese seien nicht mehr geeignet, die Entwicklung in der Stadt zu begleiten.

Überrascht zeigte sich der Präsident des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt, Manfred Scherschinski. Von den Zahlen der Stadt habe man selbst erst am Dienstag durch die Medien erfahren. Das Amt selbst werde seine nächste Prognose erst Ende des Jahres veröffentlichen. Wünsche und theoretische Annahmen, wie “Es könnte sich ja ein Chemieunternehmen ansiedeln” würden da aber nicht einbezogen. Stattdessen gehe es extrapoliert schlichtweg um die Bevölkerungsentwicklung anhand der letzten Jahre.
Die vom Landesamt anzuwendenden Methoden seien von einer interministeriellen Arbeitsgruppe mit demografische erfahrenen Experten entwickelt und festgelegt, so Scherschinski.

Das neue Zahlenmaterial der Stadt Halle weiche auch deshalb ab, weil hier Zweitwohnsitze einberechnet seien. Dies könne jedoch eine Landesstatistik nicht berücksichtigen, weil man andernfalls bei der Summierugen aller Einwohner der Bundesrepublik viele Menschen doppelt zählen würde.

Aus dem Zahlenmaterial der Stadt, das OB Wiegand am Dienstag präsentierte:
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