Krise der Unterrichtsversorgung

4. Februar 2017 | Bildung und Wissenschaft, Politik | Keine Kommentare
Der Ministerpräsident springt bei der Unterrichtsversorgung ein Quelle: Twitter-Ac Marco Tullner

Der Ministerpräsident springt bei der Unterrichtsversorgung ein.
Quelle: Twitter-AC. Marco Tullner

Die SPD-Landtagsfraktion hält deshalb an ihrem Vorschlag fest, durch eine solidarische Umlage von 0,5 Prozent auf die Personalhaushalte aller Ministerien eine personelle Flexibilitätsreserve zu schaffen, um in den nächsten zwei Jahren 250 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer einzustellen – über den Ersatz für die aus dem Schuldienst ausscheidenden Lehrkräfte hinaus.

„Ich begrüße ausdrücklich die Ankündigung des Ministers, keine Erhöhung der Wochenstundenzahl bei unseren Lehrkräften vorzunehmen. Darüber hinaus bleibt aber unklar, ob und in welchem Umfang die vorgeschlagenen Maßnahmen zu mehr Lehrerinnen und Lehrern in den Schulen führen“, erklärte Kolb-Janssen weiter. „Die Referendare unserer Universitäten werden nicht einmal ausreichen, um die Altersabgänge zu füllen. Es war keine kluge Idee, 105 Sprachlehrkräfte zum 3. Januar 2017 zu entlassen, denn dadurch ist die Unterrichtsversorgung weiter gesunken.“ Von den im letzten Schuljahr eingestellten 189 Sprachlehrern wurden nur 84 weiterbeschäftigt, die zum Schuljahresende ebenfalls ausscheiden.

„Um die Unterrichtsversorgung in den nächsten Jahren zu sichern, brauchen wir so schnell wie möglich konkrete Maßnahmen und Weiterbildungsangeboten für Quer- und Seiteneinsteiger“, so Kolb-Janssen.

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