Kooperations-Vereinbarung: Stadtverwaltung und Uni arbeiten stärker zusammen

2. Oktober 2013 | Politik | 3 Kommentare

Lange Nacht der Wissenschaften, Tagungen, Kongresse: schon jetzt arbeiten die Stadt Halle (Saale) und die Martin-Luther-Universität zusammen. Doch künftig soll sich diese Kooperation noch enger gestalten. Dazu haben Oberbürgermeister Bernd Wiegand und Uni-Rektor Udo Sträter am Mittwoch eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Auch wenn es in letzter Zeit immer wieder Kritik daran gab, die Stadt setze sich zu wenig für die Uni ein, weiß Wiegand sehr wohl um die Bedeutung der Hochschule. 20.000 Studierende, 2.500 Mitarbeiter an der Universität und noch einmal 3.000 am Uni-Klinikum sind eben doch ein wesentlicher Faktor für die Stadtentwicklung. Und insbesondere um die Studenten wolle man werben, damit diese später in der Stadt bleiben.

Die nun unterzeichnete Kooperationsvereinbarung legt eine regelmäßige und intensive Zusammenarbeit der beiden Partner fest. Erarbeitet werden soll auf deren Basis ein jährlicher Maßnahmeplan, in dem konkrete Aufgaben festgehalten werden. Schwerpunkte sind der Technologie- und Wissenstransfer sowie die Schaffung idealer Rahmenbedingungen für Studierende und Wissenschaftler, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.

Der ab Oktober geltende erste Plan mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2014 ist zunächst durch konzeptionelle Arbeiten geprägt. Darin ist unter anderem vereinbart, dass sich die Partner stärker in den Gremienarbeiten vernetzen. Der Oberbürgermeister und der Rektor werden sich weiterhin jährlich zweimal treffen, Vertreter der Universität sollen zudem regelmäßig an den Beigeordneten-Konferenzen teilnehmen, Sitzungen des Ausschusses für Wissenschafts- und Wirtschaftsförderung finden turnusmäßig auch an der Universität statt. Verstärken will Wiegand die Marketingaktivitäten und dazu das Stadtmarketing neu aufstellen und schärfen. So soll die Wissenschaft ein wesentliches Hauptmerkmal der SMG werden.

Neben Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Wissenschaften werden Universität und Stadt mit dem halleschen Transfertag „TransHAL“ einen weiteren gemeinsamen Termin im Kalender setzen: „Im Mittelpunkt der Konferenz steht der Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Ziel ist es, konkrete Kooperationen zu fördern“, sagte Oberbürgermeister Wiegand. Es präsentieren sich an diesem Tag sowohl Forscher aus der Universität sowie Unternehmen der Region mit ihren jeweiligen Angeboten, Themen und Bedürfnissen. Partner der Veranstaltung ist zudem der Landkreis Saalekreis. Dieser erste hallesche Transfertag „TransHAL“ findet am Dienstag, 29. Oktober, 9 Uhr bis 16 Uhr, im Stadthaus in Halle statt.

„Mit der Vereinbarung wollen wir das Wissen der Universität mittels konkreter Projekte stärker in der Stadt verankern und für die Universität beste Rahmenbedingungen schaffen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand heute anlässlich der Unterzeichnung. „Die Geschichte der Universität und der Stadt sind bereits seit vielen Jahrhunderten vielfach verknüpft. Beide sind ohne einander nicht zu denken. Eine stärkere Kooperation ist folgerichtig“, sagte Rektor Prof. Dr. Udo Sträter.

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