Grüne kritisieren Roma-Hetze in der Silberhöhe und weisen Bürgerwehr-Forderungen zurück

12. September 2014 | Politik | 1 Kommentar

„Der Rechtsstaat darf sich nicht für dumm verkaufen lassen. Er muss hier klar die Rote Karte zeigen. Wer Selbstjustiz verübt, muss mit einer Strafe rechnen.“ Mit diesen Worten reagiert der migrations- und flüchtlingspolitische Sprecher der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sören Herbst, auf die aktuellen Ereignisse im halleschen Stadtteil Silberhöhe.

Alle Anwohner sollten bei ihren Nachbarn mit Vernunft für Akzeptanz werben, so Herbst. „Ich habe große Sorge, dass die derzeitige rechte Hetze gegen Angehörige Sinti und Roma zu einem allgemeinen Klima der Ausgrenzung auf der Silberhöhe führt. Das muss mit allen Mitteln vermieden werden!“ Herbst verweist darauf, dass es sich bei den geäußerten Vorwürfen gegen die Sinti und Roma um rassistische Vorurteile handele, die jeglicher Grundlage entbehrten. Herbst: „Ich fordere die Landesregierung dazu auf, zusammen mit der halleschen Stadtverwaltung mehr zu tun, um die rassistischen Anfeindungen zu unterbinden.“

Anwohner wollen eine Bürgerwehr gründen. Sie werfen den Roma im Stadtteil unter anderem Lärmbelästigung, Vermüllung und Diebstahl vor. Laut Polizei ist es in der Silberhöhe bislang zu keiner Häufung von Diebstählen gekommen.

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