Erste Hilfspolizisten treten am Montag Dienst an

27. Juli 2016 | Politik | 49 Kommentare

Innenminister Holger Stahlknecht ist auf seine Idee, im Land zur Kostenersparnis Hilfspolizisten einzusetzen, sichtlich stolz. Die ersten Zwanzig, die ihre Ausbildung absolviert haben, will er in einer kleinen Feierstunde am Montag persönlich begrüßen und in den Dienst schicken. Die Ausbildung der ersten 20 Hilfspolizisten begann am 2. Mai 2016. Einstellungsbehörde ist die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord. Nur 12 Wochen mussten sie Kurse in Einsatzpraxis und Rechtstheorie absolvieren, und nun gehts auf Streife. Vorgesehen ist der Einsatz im Bereich der Verkehrsüberwachung. Die Hilfspolizisten werden mit der gleichen Uniform wie die Schutzpolizisten ausgestattet sein. Die Unterscheidung ist durch das (fehlende) Schulterstück gewährleistet. Die Hilfspolizei war lange Zeit in der Koalition umstritten, Gegner argumentierten, dass dies laut Polizeigesetz nur in Naturkatastrophen- und Notfällen zulässig sei. Personalmangel sei aber keine Naturkatastrophe.

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Dieses Thema enthält 49 Antworten und 19 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von Schulze Schulze vor 5 Monate, 3 Wochen.

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  • #261546

    Innenminister Holger Stahlknecht ist auf seine Idee, im Land zur Kostenersparnis Hilfspolizisten einzusetzen, sichtlich stolz. Die ersten Zwanzig, die
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    #261547
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    Anonym

    Da regen wir uns über den schlechten Ausbildubgsstand der Polizei anderswo auf und lassen dann Leute als Polizisten auf die Welt los, die gerade mal 12 Wochen schnellbesohlung hatten…

    Aber das ist ja billiger…Der Zweck heilige eben alle Mittel. Dass man mit ein wenig weniger Personalabbau vielleicht ein besseres Ergebnis hätte erzielen können…geschenkt!

    #261548
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    Anonym

    Innenminister Holger Stahlknecht ist auf seine Idee, im Land zur Kostenersparnis Hilfspolizisten einzusetzen, sichtlich stolz.

    Stolz? Es sollte ihm eher peinlich sein!

    #261549

    heute würde dann Bob Marley singen:
    „I shot the sheriff, but I did not shoot the Hilfspolizist“.
    Dürfen die dann auch durch das Naturschutzgebiet auf der Peißnitz, Nordspitzenweg, wie die anderen autofahrend flanieren?

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #261550
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    Lou

    Bekommen auch wir welche davon? „Einstellungsbehörde“ ist die PD Nord. Wir und damit auch die Peißnitz gehören zur PD Süd.

    #261551

    Was ist eigentlich, wenn Hilfspolizisten Hilfe brauchen?

    #261552
    Profilbild von Lou
    Lou

    Dann kommen die Vollpolizisten.

    #261553

    Was komm als nächstes? Hilfslehrer, Hilfsarzt, Hilfssektretär, Hilfsoberbügermeister?

    #261554
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    Anonym

    WiE erkenne ich eigentlich den echten Hilfspolizisten im Vergleich zum selbsternannten Nachbarschaftswachmann?

    #261555

    Hoffentlich nicht daran, dass sie hilfslos sind.

    #261556

    „Hilfslehrer, Hilfsarzt, Hilfssektretär, Hilfsoberbügermeister“
    Nennt man auch Vertretung oder Aushilfen. Gibt es in allen von dir erwähnten Berufsgruppen.

    Es gibt noch Hilfsorganisationen wie das Hilfswerk, Hilfshunde (auch: Assistenzhunde), Hilfsverben, und Hilfsnormen.

    Ach ja, Hilfschüler gab’s und gibt’s auch noch. 🙂

    „WiE erkenne ich eigentlich den echten Hilfspolizisten“
    An der Uniform. Bei den „Echten“ ist die nicht selbstgeschneidert. 🙂

    #261557

    Hilfe!!!!

    #261558
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    Anonym

    Interessant ist auch, was das Lemma Hilfspolizei bei Wikipedia liefert.

    #261559

    Die HiPo war eben nicht mit „richtigen“ Uniformen ausgestattet, ebensowenig der „Nachbarschaftswachmann“ aka Blockwart oder der später auftretende sogenannte „Helfer der VP“.

    Ich dachte, ich hatte es (nur) in der MZ gelesen, aber das mit den Uniformen steht auch hier im Artikel…

    #261560

    Die kleine Omi und die kleine Amber-Manhattan, die dem Mann in Uniform nicht auf die Schulter schauen können, können also den Unterschied nicht erkennen.

    #261561
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    Anonym

    Heißen die wirklich „Hilfspolizisten“?

    Der Name „Billigpolizisten“ wäre semantisch korrekter. Billig in der Ausbildung, billig in der Bezahlung und vor allem billig für den Innenminister und für den Finanzminister. Und so ziemlich sicher dann beschränkt in ihren fachlichen Kompetenzen.

    #261562

    HansimGlück: Wie begegnest du denn deiner kleinen Amber-Manhattan? Baust du dich vor ihr auf und wirfst dein edles Haupt nach hinten? Oder näherst du dich ihr, wie es alle anderen auch tun? Dann kann man nämlich auch die Schulterstücke sehen. 🙂

    Aber weder Amber noch Ambers Omi können mit den Schulterstücke etwas anfangen. Ob sie die nun sehen oder ob da überhaupt welche sind. Aber darum geht’s auch gar nicht, stimmt’s?

    #261592

    Amber-Manhatten sieht nur die Uniform, weil Mutti ihr gesagt hat, dass die Uniform gut ist. Die Omi liest vielleicht keine Zeitung mehr, weil das nicht mehr so gut geht. Also weiß die auch nicht, dass es Polizisten und halbe Polizisten gibt.
    Es geht schon darum, dass eine deutliche Kennzeichnung, was der Hilfspolizist denn für ein Wesen ist, sicher für viele in der täglichen Begegnung hilfreicher wäre.
    Und da scheinen nur keine Schulterstücken, die ziemlich weit oben positioniert sind, eine eher schlechte Wahl.

    #261593

    Gut, dann wird Amber wohl auch zu den Falschmeldern gehören, die statt einem gleich drei Täter ausmachen, obwohl zwei davon Zivilpolizisten bzw. Polizisten in Zivil sind. Aber das lässt sich in solchen speziellen Situationen wohl nicht vermeiden.

    Ich weiß nicht, wie du dir die „tägliche Begegnung“ vorstellst. Es sind 20 Hilfspolizisten für’s ganze Land vorgesehen. Haupsächliches Betätigungsfeld: Überwachung des Straßenverkehrs z.B. bei Schwerlasttransporten. Keine Verkehrskontrollen, keine Festnahmen (über das Jedermann-Recht hinaus), keine Schusswaffen, keine Mordermittlungen.

    Selbst Streifengänge, sofern überhaupt (in ferner Zukunft) vorgesehen, immer nur in Begleitung eines „richtigen“ Polizisten.

    Amber und Omi werden somit nie einem Hilfspolizisten im Dienst allein begegnen. Dein Horrorszenario ist also ein rein theoretisches.

    Hilfspolizisten sollen die Landespolizei dort unterstützen, wo die Landespolizei sozusagen überqualifiziert ist. Also Helfen – der Polizei – als, tja, Hilfspolizisten.

    #261606
    Profilbild von Lou
    Lou

    Es geht schon darum, dass eine deutliche Kennzeichnung, was der Hilfspolizist denn für ein Wesen ist, sicher für viele in der täglichen Begegnung hilfreicher wäre.

    Was für ein Wesen soll denn der Hilfspolizist sein?!
    M.W. sind sie eher junge Menschen, die i.d.R. eine Wachtmeisterlehre bereits hinter sich hatten, bevor sie die Zusatzausbildung zum Hilfspolizisten begonnen und mittlerweile auch absolviert haben.

    Also keine völlig unbeleckte Typen, was rechtsstaatliche Prinzipien und den Umgang mit anderen Menschen anbetrifft.

    #261610

    „Für den auf zwei Jahre befristeten Dienst hatten sich laut Polizeipräsident Andreas Schomaker 169 Frauen und Männer beworben. Unter den sieben eingestellten Frauen und 13 eingestellten Männern sind Handwerker ebenso wie Hochschulabsolventen oder Menschen aus kaufmännischen Berufen. Die Altersspanne reicht von 24 bis 50 Jahren.“ (MZ)

    #261614
    Profilbild von teu
    teu

    Wie verzweifelt muss man sein, um ausgerechnet Blockwart werden zu wollen?

    #261619

    Wie nennt man die dann im Alltagsgebrauch? Hipos? Hippies?
    UFO-Oschuklaps?
    (Uniformträger ohne Schulterklappe)

    Der Wettbewerb ist hiermit eröffnet.

    #261621

    Ab 1933 hießen die Hilfspolizisten nach Ermächtigungsgesetz SA und trugen braune Uniformen. …

    #261623

    Wie verzweifelt muss man sein, um ausgerechnet Blockwart werden zu wollen?

    Diese Frage kann dir jemand beantworten, der (verzweifelt) Blockwart werden möchte. Hier und im Innenminsterium geht es um Hilfspolizisten.

    Wie nennt man die dann im Alltagsgebrauch?

    Hilfspolizisten. Ist nicht so griffig wie „UFO-Oschuklaps“, aber dennoch alltagstauglich. Wie nennst du denn Mitarbeiter der Kriminaltechnik? Ma-kritens? Von denen gibt es nämlich ein Vielfaches mehr und sie begegnen dir schon rein statistisch weitaus öfter im Alltag…

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