CDU will Personal in der Stadtverwaltung reduzieren

14. Mai 2013 | Politik | 1 Kommentar

Es war eine heilige Kuh, an die sich niemand rangetraut hat. Doch die CDU-Fraktion wagt nun einen Versuch: die Personalausgaben der Stadt Halle (Saale) sollen gesenkt, die Mitarbeiterzahl reduziert werden.

In der Stadtverwaltung von Halle arbeiten 2.500 Menschen

2.656 Mitarbeiter hat die Stadtverwaltung laut Stellenplan derzeit. Pro Einwohner gibt die Saalestadt aktuell 513 Euro Personalkosten aus, insgesamt 123 Millionen Euro. Im Vergleich zu anderen Städten geht das besser. Jena kommt auf 393 Euro, Schwerin auf 462 und Magdeburg auf 497 Euro pro Einwohner.

Der Vorschlag der CDU: die Stadtverwaltung soll den Mitarbeitern Modelle zur vorzeitigen Altersteilzeit- und vorgezogenem Renteneinstieg beziehungsweise Abfindungsregelungen für den Ausstieg aus der Verwaltung anbieten. „Ziel soll ein sozialverträglicher Stellenabbau sein“, so der Fraktionsvorsitzende Bernhard Bönisch. Mit dem Landesverwaltungsamt soll verhandelt werden, woher diese nötigen Abfindungskosten kommen sollen. Möglich wäre eine Verwendung der VNG-Erlöse. Die Stadt hatte ihre Anteile an dem Gaskonzern verkauft.

Doch die Christdemokraten sehen noch andere Sparmöglichkeiten. So sollen nicht besetzte Stellen, die im Stellenplan 2013 aufgeführt sind, gestrichen werden. Wegen Haushaltssperren und Einstellungsstopps waren etliche Positionen bislang nicht wieder besetzt worden. Zudem soll die Verwaltung eine Aufgabenkritik durchführen. Sprich: klären, welche Aufgaben die Stadtverwaltung sich überhaupt noch leisten will.

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