Öffnung der Wilden Saale muss mit nötiger Rücksicht auf die Natur erfolgen

9. November 2016 | Natur & Gesundheit | 4 Kommentare
Die wilde Saale mit Blick auf die Schwanenbrücke, (c) Leben am Fluss

Die wilde Saale mit Blick auf die Schwanenbrücke, (c) Leben am Fluss

Halle (Saale), 09.11.2016 In der gestrigen Beigeordnetenkonferenz hat die Verwaltungsspitze der Stadt Halle den aktuellen Stand ihrer Planungen bezüglich einer Öffnung der Wilden Saale für Paddelboote dargestellt. Nach Ansicht des zuständigen Fachbereiches ist eine Öffnung trotz aller Risiken für Flora und Fauna möglich und auch im Hinblick auf den Schutzstatus des betreffenden Gebietes vertretbar

 Hierzu erklärt Stadtrat Wolfgang Aldag (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): „Auch wir Grüne haben dem Wassertourismuskonzept grundsätzlich zugestimmt. Allerdings muss man in sensiblen Gebieten wie der Wilden Saale im Bereich Nordspitze Peißnitz auch mit Fingerspitzengefühl an die Sache herangehen. Von daher verwundern mich Aussagen wie ‚Tiere sind kein Hindernis‘. Eine Öffnung der Wilden Saale halten wir für durchaus möglich, aber eben nur unter der Bedingung, dass naturschutzfachliche Auflagen auch eingehalten werden.  Denkbar ist zum Beispiel die Einfahrt in die Wilde Saale durch querliegende Baumstämme so einzuengen, dass sie tatsächlich nur von Paddelbooten passierbar ist. Priorität muss der Schutz der Natur haben, denn sie ist die eigentliche touristische Attraktion und diese gilt es zu erhalten. Das Beispiel Floßgraben in Leipzig zeigt, dass allein das Aufstellen von Verbotsschildern an die sich am Ende nur eine Minderheit hält nicht genügt.“

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