Öffnung der Wilden Saale für Paddler zu einem hohen Preis?

16. März 2017 | Natur & Gesundheit, Politik | 35 Kommentare

Die wilde Saale mit Blick auf die Schwanenbrücke, (c) Leben am Fluss, 2013

Die wilde Saale soll für lt. dem Wassertourismuskonzept der Stadt Halle für Paddler geöffnet werden. Das darf aber nicht zu unsinnigen Maßnahmen führen, ist Stadtrat und Landtagsabgeordneter Wolfgang Aldag (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) der Meinung.

„Wenn die Öffnung der Saale bedeutet, deren Eigenart und Schönheit durch Baumfällungen nachteilig zu verändern, dann ist mir der eventuelle Mehrwert aus der touristischen Nutzung dieses Opfer nicht wert“, so Stadtrat Wolfgang Aldag und umweltpolitischer Sprecher in der grünen Landtagsfraktion.

„Seit langem ist die Öffnung der Wilden Saale für Paddler in der Diskussion und auch die grüne Stadtratsfraktion hat sich dazu positioniert. Generell steht man dem Vorhaben skeptisch gegenüber ist aber zu Gesprächen über das Wie bereit.

Die Veränderung ist im Vergleich bereits zu sehen. (2017)

Der Ankündigung der Verwaltung, aus Gründen der Verkehrssicherheit Totholz und schräg stehende Bäume aus dem Seitenarm der Saale zu entfernen stehen wir jedoch ablehnend gegenüber. Mit dieser Maßnahme nimmt man der Wilden Saale genau den romantischen Charme der das Befahren mit Padelbooten erst zum Erlebnis macht. Wertvolle Lebensräume für Vögel und Insekten gehen verloren, der Charakter des Flusslaufes wird nachhaltig verändert. Bereits mit der Betonmauer an der Schwanenbrücke hat man im negativen Sinne in diesen Bereich eingegriffen, die geplanten Maßnahmen zum Wegebau auf der Nordspitze und die Asphaltierung der Wegeachse Talstraße-Schwanenbrücke zerstören diese Bereiche zunehmend. Es liegt nahe, dass die Verwaltung Fluthilfemittel ohne Verstand einsetzt.

Die wilde Saale, Sandinsel (c) Leben am Fluss, 2013

Wenn man schon Geld bekommt dann kreiert man eben Maßnahmen auch wenn sie noch so unsinnig erscheinen, so könnte man das Handeln der Verwaltung interpretieren. Anstatt der durch Fördermittel geprägten Flickschusterei muss ein ganzheitliches Entwicklungskonzept zur Peißnitzinsel erarbeitet werden in das alle Akteure einbezogen werden.“

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