Schwebfliegen

14. Juli 2016 | Natur & Gesundheit | 3 Kommentare

Schwebfliegen sehen gefährlich aus. Gelb-schwarz gestreift erinnern sie an das Aussehen von Wespen. Fressfeinde und viele Menschen fallen auf diese Tarnung rein. Schwebfliegen sind aber völlig harmlos. Sie besuchen Blüten und nähren sich von Pollen und Nektar und spielen eine nicht unbedeutende Rolle als Bestäuber. Phänomenal sind ihre Flugkünste. Wie Hubschrauber können sie in der Luft stehen bleiben, Wendemanöver durchführen, Weibchen beeindrucken oder sich plötzlich auf konkurrierende Männchen stürzen. Mit ihren großen Komplexaugen verschaffen sich die Fliegen hierfür den notwendigen Überblick.
Etliche Schwebfliegenarten leben als Larven räuberisch und ernähren sich von Blattläusen. Die Fliegenweibchen legen ihre Eier in Blattlauskolonien ab, so dass die fußlosenLarven in ein Schlaraffenland hineingeboren werden. Ungefähr 700 Blattläuse saugt jede Fliegenlarve in ihrem Leben aus.Auf Beutezug gehen sie gewöhnlich nachts. Die Entwicklungszeit ist kurz, so dass mehrere Generationen pro Jahr auftreten können.Im Herbst kann man Schwebfliegenschwärme auf der Wanderung in ihre Überwinterungsgebiete in Südeuropa beobachten.Schwebfliegenlarven zählen zu den wohl effektivsten Blattlausfeinden. Blüten, eine Wildblumenwiese und Verzicht auf Insektizide fördern die Ansiedlung dieser erfolgreichen Blattlauskiller.

(Bild und Text: H. Ferenz)

 

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