2,1 Millionen Fördergeld für internationalisierte Forschung der Medizinischen Fakultät Halle

5. April 2017 | Natur & Gesundheit | Keine Kommentare

Der Ausbau der Internationalisierung der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird von der Europäischen Union (EU) für 2,1 Millionen Euro gefördert. Das Geld fließt bis 2022 in das Projekt „Internationales Forschungsnetzwerk Krankheitsbiologie und Molekulare Medizin“. Die Mittel des Programms „Sachsen-Anhalt Wissenschaft Internationalisierung“ stammen aus dem Europäischen Strukturfonds (ESF). Sie sollen unter anderem für den Aufbau einer international ausgeschriebenen Nachwuchsforschungsgruppe eingesetzt werden, um den Forschungsschwerpunkt ‚Molekulare Medizin der Signaltransduktion‘ zu stärken.

„Die Stärke der universitären medizinischen Forschung ist, dass diese sich daran orientiert, für die Menschen eine bessere, evidenzbasierte gesundheitliche Versorgung zu schaffen. Die beinhaltet auch neue Therapiestrategien zu eröffnen. Wenn wir die Prozesse und die Signalverarbeitung in und zwischen den Zellen im menschlichen Organismus auf molekularer Ebene besser verstehen, können auch neuartige Behandlungsmöglichkeiten entwickelt werden. Dafür braucht es gute und motivierte Wissenschaftler, die es im nationalen und internationalen Umfeld gibt und denen wir in Halle dank der Förderung beste Bedingungen anbieten können“, so der Dekan der Medizinischen Fakultät Halle Professor Dr. Michael Gekle.

Da sich das Projekt vor allem Richtung Krankheitsbiologie orientiert, wird der Ansatz verfolgt, anwendungsbezogene Forschung zu betreiben, die sich einerseits mit RNA-Biologie, aber auch mit Tumor- und Proteinforschung beschäftigt. Gemäß den weiteren Schwerpunkten der Universitätsmedizin Halle wird es also vor allem darum gehen, neue Erkenntnisse auf den Gebieten Onkologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und altersbedingte Krankheiten  zu gewinnen und diese in neue Medikamente oder individualisierte Therapien einfließen zu lassen.

Weiterhin soll mit den Fördermitteln der Wissenstransfer gefördert werden. So sind 270.000 Euro dafür gedacht, den Austausch von Nachwuchswissenschaftlern mit Stipendien zu fördern. Damit kann fortgesetzt werden, was sich bereits unter dem Namen „HAL-OX“ etabliert hat: Die Finanzierung von Forschungspraktika für hallesche Nachwuchswissenschaftler im britischen Oxford oder auch im amerikanischen Boston. Die Fortsetzung der öffentlichen Vorlesungsreihe, bei der Wissenschaftler aus Oxford in Halle zu Gast sind, Symposien und Kooperationen können mit den EU-Fördermitteln ebenfalls weiterfinanziert und intensiviert werden.

 

Ace

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