Women in Jazz: Halle jazzt zum achten Mal

13. Dezember 2012 | Kultur | Keine Kommentare

Vom 1. bis zum 10. Februar 2013 findet in Halle (Saale) wieder das Musikfestival „Women in Jazz“ statt. Zur achten Auflage kommen unter anderem Künstlerinnen aus Norwegen, Frankreich, Argentinien, Schweiz, Spanien, Japan, Südafrika… die ganze Welt „jazzt“ in Halle. 18 Veranstaltungen sind insgesamt vorgesehen, darunter 7 Konzerte. Auch eine Jazz-Film-Nacht im Puschkino sowie drei Ausstellungen im Hauptbahnhof, der Oper und im Kreativquartier Intecta wird es geben. Im Objekt 5 gibt es eine Jazz Lounge. Und zum Eröffnungstag erklingt bei City Jazz Livemusik in der gesamten Innenstadt.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist drei Uraufführungen für Halle zu gestalten“, sagte Veranstalter Ulf Herden. So präsentiert die Japanische Pianistin Makiko „Myteries of Life – The Händel Experience“ am 9. Februar in der Oper ihr Programm über den größten Sohn der Stadt. Mit dabei bei dieser Neuinterpretation ist der Unichor, dessen Leiter Jens Lorenz selbst sagte, „als ich die Noten gesehen habe, musste ich erst einmal schlucken. Aber es ist die Sicht einer Jazzmusikerin.“ Es brauche Zeit, diese Musik aufzunehmen, um sie mit nötiger Kraft und nötigem Geist wiederzugeben. Einen Tag später sind Julia Hülsmann und Rita Marcotulli in der Konzerthalle Ulrichskirche im Abschlusskonzert zu erleben. Erstmals konnte auch die Staatskapelle gewonnen werden, die zusammen mit Christin Claas und L’Arc Six am 2.Februar das Eröffnungskonzert bestreitet.

Ebenfalls zu Gast beim halleschen Jazzfestival ist die südafrikanische Künstlerin Kgomotso Tsatsi, die am 3. Februar gemeinsam mit Andreij Hermlin auf der Bühne steht. Bereits einmal sollte die aus Malawai stammende Künstlerin Malia in Halle auftreten, damals musste das Konzert aus Krankheitsgründen ausfallen. Die Neuauflage ist nun für den 7. Februar vorgesehen.

Im Intecta präsentieren Studenten der Hochschule Merseburg eine multimediale Schau. Dabei sollen neue Zielgruppen erschlossen werden, so Musikstudenten aber auch Kunstinteressierte, die über die Ausstellung zum Jazz finden sollen. Eröffnet wird die Schau am 25. Januar. Am 21. Januar öffnet in der Bahnhofslounge die Fotoausstellung „Backstage Jazz“ von Rüdiger Schestag zu sehen. Im Opernhaus zeigt der estnische Maler Arvo Wichmann seine in Bildern festgehaltenen musikalischen Augenblicke.

Mitveranstalter Janis Kapetsis dankte wieder den vielen lokalen Sponsoren, die das Festival überhaupt möglich machen. „Eine bittere Mandel im Stollenkuchen“ nannte Kapetsis, dass es vom Land keinerlei Unterstützung gebe. Das sei unverständlich. Dadurch gehe die Nachwuchsarbeit verloren. Workshops wie im vergangenen Jahr sind nicht finanzierbar. Und das, obwohl Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff Schirmherrin des Festivals ist.

Das Stadtmarketing bietet, um Touristen aus ganz Deutschland zu den Konzerten zu locken, ein Paket mit Übernachtung, Konzertticket, Stadtführung und Willkommensgruß an. Je nach Hotel und Kategorie gibt es das Paket zwischen 79 und 99 Euro pro Personen. Im Rahmen des Festivals will das Stadtmarketing daneben die Konzertbesucher befragen, um in Zukunft noch besser auf deren Bedürfnisse eingehen zu können.

Das komplette Programm: www.womeninjazz.de

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