Stadt der Sterblichen

2. Mai 2017 | Kultur | Keine Kommentare

Lothars Wohnung von Christoph Schieder. Zu sehen im Kunstforum Halle (Saale) vom 3. Mai bis zum 16. Juni 2017. (Foto Christoph Schieder)

Halle (Saale), 2. Mai 2017. Wie nähert man sich einem Thema, das alle betrifft, aber nur wenige begeistert? Über die Kunst. Fast jeder Künstler hat sich einmal mit dem Tod auseinander gesetzt, sei es auf Grund persönlicher Erfahrungen oder weil dieses Thema die Tiefen des Menschseins erst darstellbar macht. Mit dem freien Blick der Kunst kann dem Thema Tod, das verstellt ist von vermeintlicher Pietät und Korrektheit, der Raum gegeben werden, den es braucht, um ihn zu einem Teil des Lebens werden zu lassen.

Am 3. Mai um 18:30 Uhr öffnet das Kunstforum in der Bernburger Straße wieder die Türen und zeigt in vier Ausstellungen, wie man den Tod sehen kann. Mit einer Vernissage startet dann die „Stadt der Sterblichen“, ein sechswöchiges Veranstaltungsprogramm, in dessen Mittelpunkt das Kunstforum steht. Mit Unterstützung der Stiftung der Saalesparkasse hat die FUNUS Stiftung das Haus mit vier verschiedenen Ansätzen gefüllt: Im Erdgeschoss finden sich KünstlerInnen, die schon einmal im Kunstforum ausgestellt und nun ein themenspezifisches Werk beigesteuert haben. Neben Arbeiten von Hans-Christoph Rackwitz, Wasja Götze und Moritz Götze sind auch Werke von Robert Kuneck, Markus Werner und Sven Marquardt. Im Obergeschoss stellt neben dem Maler Steffen O. Rumpf, der der Vergänglichkeit einen Großteil seiner Aufmerksamkeit widmet, auch Christoph Schieder aus. Der Berliner Fotograf fasst mit seinen Fotopaaren die schwer greifbare Substanz eines Lebens zusammen, in dem er die Fülle und Leere einer Wohnung zeigt. Im grünen Salon finden sich Arbeiten von Kindern wieder, die gemeinsam mit dem KinderKunstForum entstanden sind.
Ab dem 4. Mai ist das Kunstforum immer donnerstags und freitags von 14-18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Am Donnerstag um 10 Uhr findet eine weitere Vernissage statt: In den Räumen der Seniorenvertretung der Stadt in der Geiststraße 29 zeigt der Fotograf Joerg Lipskoch seine Ausstellung Ortsgedächtnis.

Print Friendly

Kommentar schreiben