Musiker der Staatskapelle Halle geben Workshop für Kinder in Kolumbien

2. April 2015 | Kultur | Keine Kommentare

Ihren freien Tag in Bogota nutzten vier Musiker der Staatskapelle um der „Escuela de musica de Guatavita“ einen Besuch abzustatten. Die Gemeinde Guatavita mit ihren rund 7000 Einwohnern liegt zirka 80 Kilometer von Bogota entfernt auf einer Seehöhe von 2800m und ist vor allem bekannt durch seinen See, dem die Legende von El Dorado zugrunde liegt.
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Gemäß der Prämisse: „Ein Dorf, das in Kultur investiert, investiert in seine Zukunft“ hat die Gemeinde für ihre jungen Bewohner mit öffentlichen Geldern und und staatlicher Unterstützung eine Musikschule eingerichtet. Über 450 Schülerinnern und Schüler werden in dieser Schule kostenfrei unterrichtet, jeder Schüler erhält von der Schule ein eigenes Übungsinstrument als Leihgabe. Die Schüler stammen aus Guatavita und den umliegenden Gemeinden. Einige der Schüler nehmen wöchentlich eineinhalb Stunden Fußweg in Kauf, um am Musikunterricht teilnehmen zu können. Die Musikschule in der ländlichen Region gilt als Vorzeigeprojekt in Kolumbien.

Die Idee zu einem Workshop mit den Musikern der Staatskapelle stammt von Luis Cáceres-Moncada, langjähriger Oboist der Staatskapelle Halle und gebürtiger Venzuelaner. Von seiner Schwester, die in der Gemeinde Guadavita lebt, hat er von diesem außergewöhnlichen Musikprojekt erfahren und gemeinsam mit seinen Kollegen angeboten, einen Workshop in der Schule abzuhalten. Rund 70 Personen nahmen an der öffentlichen Klasse der vier Musiker teil, in der sie interessante Details zur Entstehung der unterschiedlichen Blasinstrumente erhielten und einzelnen Musikschülern Unterricht in der Interpretation klassischer Werke gaben.

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Als Dankeschön hatten Musikschule und Gemeinde ein aufwendiges Programm für die Musiker vorbereitet, das aus musikalischen Darbietungen, kulinarischen Verkostungen, einer Stadtführung einem Ausflug zur Laguna, dem berühmten See der Gemeinde bestand. Die Musiker der Staatskapelle waren beeindruckt von Können, Begeisterung und Disziplin der jungen Musikerinnen und Musiker und gerührt von der Gastfreundschaft der kolumbianischen Gemeinde.

(Fotos: Marlene Fluch)

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