Moritzburg: Kuppelsaal und Wehrgänge wegen Umbau gesperrt

11. November 2013 | Kultur | Keine Kommentare

In der Moritzburg in Halle (Saale) sind seit einer Woche Kuppelsaal und Wehrgänge für die Öffentlichkeit gesperrt. Zugleich wurden Ausstellungsbereiche neu konzipiert. 400.000 Euro nimmt die Stiftung Dome und Schlösser dafür in die Hand.

Einer der schönsten Räume der Moritzburg, der Kuppelsaal, soll in Zukunft die Fotografiesammlung und die Sammlung des Kunsthandwerks beherbergen. Damit dieser Raum nicht gänzlich der Öffentlichkeit verborgen bleibt sind regelmäßige Führungen in die Depots geplant.

Auch die Gerlinger-Sammlung bekommt einen eigenes und entsprechend ausgestattetes Depot im Wehrgang der Moritzburg. Ebenso die Münzsammlung und der Bildernachlass von Einar Schleef werden neue Räume erhalten.

Dafür müssen Ausstellungsflächen geopfert werden, neue werden an anderer Stelle geschaffen. Doch am Ende verliert das Museum knapp 9 Prozent der jetzt zur Verfügung stehenden Ausstellungsflächen. Zum Jahresende 2014 sollen dann die Bauarbeiten abgeschlossen sein und die Sammlungen können dann sukzessive in den neu geschaffenen Depots untergebracht werden.

Das Kunstmuseum stand wegen des Bauvorhabens vor der Aufgabe, die wichtigsten Werke aus den nicht mehr zugänglichen Räumlichkeiten in die anderen Ausstellungsbereiche zu integrieren. Das wurde zum Anlass genommen, die Gestaltung des Ausstellungsbereiches der Moderne I im Westflügel und der Bereiche im oberen Talamt insgesamt neu zu konzipieren. Es sein eine „ebenso konzentrierte wie verweismächtige Inszenierung gelungen, die das Lichte, Offene der „neuen“ Sammlung Hermann Gerlinger fortführt, völlig neue Perspektiven auf bisher Bekanntes ermöglicht, weitere Spannungsfelder eröffnet und den Rang der Einzelwerke deutlicher heraushebt“, so die Moritzburg

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