Mitreißend: Bolero Grooves

3. Februar 2017 | Kultur, Soziales | Keine Kommentare
Warten auf Einlass ins nt

Warten auf Einlass ins nt

Am Ende der jährlichen Filmmusiktage in Halle/Saale glaubt man, dass das Dargebotene nicht zu überbieten sei. Von wegen! Workshops, Gala und Preisverleihung der 9. Filmmusiktage im Oktober 2016 waren wieder grandios. Ebenso begeisterte wieder einmal das Jugendprojekt der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt. Nach Your body is a drum (2013), WestSideMoves (2014) und Götter funken(2015) erarbeiteten verschiedene Nachwuchsgruppen aus Halle im Projekt BOLERO GROOVES mitreißende neue Versionen des populären Werks von Maurice Ravel. Wesentlich zum Erfolg des Projektes hat auch dieses Mal Dr. Anke Krüger, Musikpädagogin, beigetragen. Am 2. Februar 2017 gab es im Neuen Theater Halle das großartige Finale. Und das wegen der großen Nachfrage gleich zweimal hintereinander.

Begrüßung durch Riemenschneider

Begrüßung durch Markus Riemenschneider

Markus Riemenschneider, Vertreter der International Academy of Media and Arts (kurz IAMA), begrüßte Mitwirkende und Gäste. Die professionelle Band Vierklang unter Leitung von Markus Syperek, der auch die weitere Moderation übernahm, präsentierte ihre Impressionen, Variationen und Kompositionen um das Bolero-Thema. Das Jugendblasorchester Halle (JBO)unter der Leitung von Enrico Rummel präsentierte Ravel in ganz neuem blechbläsernem Gewand. Mitarbeiter der Halleschen Behindertenwerkstätten trommelten auf selbstgebauten Trommelkisten die Bolero-Rhythmen. Die Band Ganz Normal Anders (GNA) aus dem Landesbildungszentrum für Körperbehinderte unter der Leitung von Kai Madlung bot eine poppige Gesangsversion. Große Klasse war die perfekte, mitreißende Präsentation der Formation UniBeat, bestehend aus dem Profischlagzeuger Hannes Dullinger und Studierenden der Martin-Luther-Universität. Sie erinnerte stellenweise an das unvergessliche Schlagzeugsolo von Iron Butterfly auf ihrer Platte „Inagaddadawida“.

 Band Ganz Anders Normal

Band Ganz Anders Normal

Alle Musiker, ob blutige Anfänger, Profis, junge Menschen mit Handicap verband spürbar die inspirierende Kraft des gemeinsamen Musizierens. Und die übertrug sich rasch ohne Berührungsängste auf die überwiegend jungen Konzertbesucher. Angesteckt von den Rhythmen schnipsten sie mit den Fingern, klatschten den Rhythmus, stampften mit den Füßen. Ravels Bolero hat jetzt sicher eine Menge mehr Fans in Halle.

(H.J. Ferenz)

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