Strandgut

25. Juli 2016 | Glosse, Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Strandgut„.. im engern Sinn Bezeichnung für besitzlose gestrandete Schiffe und deren Ladung. Im weitern Sinn werden zum S. noch gerechnet der Seeauswurf (s.d.), die Strandtrifftigen Gegenstände (s.d.), die Seetrifftigen Gegenstände (s.d.) und die versunkenen Schiffstrümmer oder sonstigen Gegenstände, welche vom Meeresgrund heraufgebracht werden. Hinsichtlich des Bergelohns s. Berge und Strandrecht. “ Brockhaus´ Konversations-Lexikon, 1908 (Rechtschreibung wie dort)

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Danke, dass Sie das Ufer der Saale sauber halten.

Da auch es auch dem Hallespektrum gleich den vielen Spaziergängern an der Saale aufgefallen ist, dass die Müllbehälter ebenda eine schmückende Beklebung haben, sind wir dem ursprünglichen Sinn des Wortes „Strandgut“ einmal nachgegangen, um herauszufinden, was „uns der Dichter damit sagen wollte“. Klar ist, dass man nicht ganze Schiffe in den Müllbehälter hineinbekommt (vielleicht hat auch der Besitzer etwas dagegen). Auch sollen nicht die Trümmer der Schiffe vom Saalegrund heraufgeholt werden (obwohl sich eine Menge Müll dort befindet, aber darum kümmern sich die Saalenixen, wenn sie nicht ausgezogen sind), sondern es scheint sich hier um die „Strandtrifftigen Gegenständen und seetrifftigen Gegenstände“ zu handeln, kurz alles was so am Ufer der Saale herumliegt oder gar mitgebracht wurde. Dieses Strandgut, obwohl es nach Bergerecht, man möge nachschlagen, ggf. dem Finder gehört, kann in die Strandgutbehältnisse deponiert werden. Die Stadtwirtschaft, die die Aktion unterstützt, ebenso wie die Stadt Halle (Saale) und der Saalestammtisch, wird sich um die Abholung der Strandgüter bemühen. Hier kann auch ruhig öfters geborgen werden, wie der Saalestammtisch anmerkte.

auf halle.de kein Strandgut

Diese Treffen Strand- und Saalekundige Damen und Herren hat das Projekt bei seinem letzten Treffen, bei dem von Stadtseite leider niemand anwesend war, kurz vorgestellt. Woanders leider Fehlanzeige: Auf den I-Seiten der Stadt Halle und auf den I-Seiten der Stadtwirtschaft hat sich leider niemand gemüßigt gefühlt, auf das eigene und lobenswerte Projekt einzugehen bzw. es zu bewerben. Also, liebe Seebären und Landratten, sammelt fremdes Strandgut gerne ein, nehmt es mit oder deponiert es in die Strandgutbehälter, eigenes Strandgut gleich wieder mitnehmen oder in die Behälter, fremdes Gut oder fremde Schiffe dürfen weder mitgenommen werden und auch nicht in die Behälter eingebracht werden (wir haben es mit einem Kanadier probeweise probiert, klappt nicht!). Kurz: Macht an der Saale immer klar Schiff!

 

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