Wieder keine Wahl der Sekundarschule

9. Mai 2017 | Bildung und Wissenschaft | 2 Kommentare

Der Bildungsausschuss diskutiert den Antrag (Mitbürger, SPD, Linke) zur Aufhebung der Schulbezirke für die vier Sekundarschulen in Halle bereits zum zweiten Mal (hallespektrum berichtete). Im Vorfeld gab es ein Gespräch der Stadtverwaltung mit den Schulleitungen der Schulen. Der Schulleiter der Sekundarschule „Heinrich Heine“ unterstützt den Beschluss, die anderen Schulleiter*innen fürchten eine soziale Entmischung ihrer Schülerschaft. Wie Herr Kneissel (sachkundiger Einwohner) berichtet waren die Schulleeiter*innen der Sekundarschulen überwiegend skeptisch.

Herr Senius (SPD) weist darauf hin, dass Magdeburg bereits im Jahr 2010 den Beschluss zur Aufhebung der Schuleinzugsgebiete gefasst hat. Es gab Gespräche mit Magdeburg wo, laut Senius, keine Negativauswirkungen der Aufhebung der Schulbezirke sichtbar wurden. Vielmehr führte die Aufhebung der Schulbezirke zur Profilbildung der einzelnen Schulen.

Herr Schachtschneider (CDU) hat Bedenken, dass Schüler*innen sich „entmischen“, weil Eltern, die sich kümmern, dann bestimmte Schulen anwählen. „Warum rütteln wir an bewährten Sachen ohne zu wissen- es wird besser?“

Es bleibt ungerecht, dass Eltern und Schüler*innen Gymnasien und Gemeinschaftsschulen anwählen können, sich aber Sekundarschüler*innen die Sekundarschule nicht aussuchen können, argumentiert Thomas Senger (sachkundiger Einwohner).

Eine Beschlussfassung wird durch Andreas Schachtschneider (CDU) verhindert, der einen Antrag auf Vertagung stellt, welcher angenommen wird.

 

 

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