Wie gebildet sind Sachsen-Anhalter?

1. Dezember 2016 | Bildung | 1 Kommentar

Nach Auswertung des Mikrozensus 2015 verfügten rund
22 Prozent (412 000Personen) der Sachsen-Anhalter und Sachsen-Anhalterinnen im Alter von 20 Jahren und älter über die Hochschul- oder Fachschulreife und damit über eine Hochschulzugangsberechtigung.
Dabei hatte die männliche Bevölkerung mit einem Anteil von 23 Prozent (208 000 Personen) einen leichten Vorsprung gegenüber den Frauen mit 21 Prozent (204 000 Personen) gemessen an den Sachsen-Anhaltern bzw. Sachsen-Anhalterinnen mit allgemeiner Schulausbildung des jeweiligen Geschlechts.
Einen Realschulabschluss oder gleichwertigen Abschluss hatten
48 Prozent (894 000 Personen) der Bevölkerung ab 20 Jahre,
gut 28 Prozent (525 000 Personen) einen Hauptschulabschluss.

Betrachtet man die allgemeinen Schulabschlüsse nach Altersgruppen, hatte die jüngere Bevölkerung des Landes häufiger die Fachhochschulreife bzw. das Abitur als die älteren Jahrgänge. Gut 38 Prozent (80 000 Personen) der 20- bis unter 30-Jährigen besaßen die Hochschul- oder Fachhochschulreife, in der Altersgruppe der über 60-jährigen Bevölkerung mit allgemeinem Schulabschluss konnten knapp 18 Prozent (129 000 Personen) diesen Abschluss vorweisen.
Im Rahmen der Haushaltsbefragung Mikrozensus gaben fast 2 Prozent der Bevölkerung in der Altersgruppe 20 Jahre und älter an, keinen Schulabschluss zu haben. Das waren rund 15 000 Frauen und 18 000 Männer.
Nicht nur der Schulabschluss, sondern vor allem eine qualifizierte berufliche Ausbildung ist für die Beteiligung am Arbeitsmarkt von großer Bedeutung. Von der Bevölkerung 20 Jahre und älter insgesamt hatten
60 Prozent (1 141 000 Personen) eine Lehre/Berufsausbildung absolviert,
13 Prozent (247 000) konnten einen Fachschulabschluss nachweisen.
Der Anteil bei Fachhochschul- bzw. Hochschulabschlüssen betrug für beide Altersgruppen jeweils rund
6 Prozent (225 000 Personen).

Ein Ausbildungsabschluss erhöht die Wahrscheinlichkeit, erwerbstätig zu sein.
Rund 61 Prozent (637 000 Personen) der Erwerbstätigen hatten eine Lehre bzw. Berufsausbildung abgeschlossen,
14 Prozent (144 000 Personen) einen Fachschulabschluss und fast
15 Prozent (151 000 Personen) einen noch höheren Abschluss (Fachhochschule/Hochschule).

Ein Prozent (10 000 Personen) der Erwerbstätigen gab an, promoviert zu haben.

Ohne einen beruflichen Abschluss waren im Jahr 2015 rund
8 Prozent (79 000 Personen) der Erwerbstätigen am Arbeitsleben beteiligt,

bei der erwerbslosen Bevölkerung beläuft sich dieser Anteil auf 21 Prozent (19 000 Personen).

Diese Zahlen teilte das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt heute mit.

Weitere Zahlen (die nicht vom Statistischen Landesamt kommen), lassen Sachsen-Anhalter ebenfaslls nicht schlecht dastehen.

Beispiele: Flüchtlinge mit Bleibeperspektive: hier stehen Sachsen- Anhalter im Vergleich zu dieser Zuwanderergruppe nicht wesentlich schlechter: Nach einer Statistik des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom August 2016 haben 46 Prozent aller Asylbewerber mit guten Bleibeaussichten ein Gymnasium oder sogar schon eine Hochschule besucht. 27 Prozent der Geflüchteten haben eine Mittel- oder Fachschule besucht. Mindestens 25 Prozent der Flüchtlinge waren nur auf einer Grundschule oder haben gar keine Schulbildung.

auch im Bundesdurchschnitt können sich Sachsen-Anhalter sehen lassen:

Zahlen für die Gesamtbevölkerung in Prozent, (Statistisches Bundesamt 2016, Basis mikrozensus 2015):

Haupt-(Volks-)schulabschluss 32,9
Abschluss der polytechnischen Oberschule 6,7
Realschul- oder gleichwertiger Abschluss 22,7
Fachhochschul- oder Hochschulreife 29,5
Ohne Angabe zur Art des Abschlusses 0,2
Ohne allgemeinen Schulabschluss 3,7

nach Berufsabschlüssen:
Lehre/Berufsausbildung im dualen System 48,5
Fachschulabschluss 7,6
Fachschulabschluss in der ehemaligen DDR 1,0
Bachelor 1,5
Master 1,0
Diplom 12,7
Promotion 1,1
Ohne beruflichen Bildungsabschluss 25,8
darunter nicht in schulischer oder beruflicher Bildung 16
(Red., mit Zahlen von StaLa LSA, Stat. Bundesamt, IAB)

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Hier entsteht eine der größten Bildungseinrichtungen des Landes: die Zugbildungsanlage auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Halle.

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