»Wenn Du nicht zur Ausstellung kommen kannst, dann kommt die Ausstellung zu Dir.«

29. März 2017 | Bildung | 1 Kommentar

 #HereIstand-

Unter diesem Motto haben das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (federführend), die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und das Deutsche Historische Museum Berlin einen neuen Weg in der Ausstellungsgestaltung eingeschlagen: Parallel zu drei »klassischen« Museumsausstellungen in Minneapolis, New York und Atlanta haben die Partner zum Reformationsjubiläum eine digitale Ausstellung konzipiert: #HereIstand. Ermöglicht wurde dieses innovative Ausstellungsprojekt – ebenso wie die Museumsausstellungen in den USA – vom Auswärtigen Amt im Rahmen der Lutherdekade.

Die eigene Luther-Ausstellung kuratieren: Poster zum Bestellen und Selbstausdrucken

Die innovative Lutherausstellung ist nicht nur online für jedermann abrufbar (www.here-i-stand.com). Sie richtet sich auch in Form von 3o downloadbaren Postern zum Selbstausdrucken insbesondere an Kirchgemeinden, Schulen und andere Bildungsträger in aller Welt. So kann jede Institution per Mausklick eine Ausstellung in den eigenen Räumlichkeiten realisieren. Derzeit ist sie in deutscher, englischer und, dank einer finanziellen Förderung der EKD, in russischer Sprache verfügbar. Die deutsche Sprachfassung kann zudem als fertiger Postersatz bestellt werden. Dieses Angebot wurde bislang 72o Mal in Anspruch genommen. Die Besteller stammen aus 34 Ländern in Europa und darüber hinaus: so z. B. aus Japan, Äthiopien, Kenia, Indien oder Peru. Weitere Sprachfassungen werden zur Zeit erarbeitet: Versionen auf Japanisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Polnisch, Armenisch und Hindi sollen zukünftig ebenfalls über www.here-i-stand.com/de/order kostenlos abrufbar sein.
Daneben kann die Posterausstellung in Form von Templates Interessierten auch zur Erstellung weiterer Sprachfassungen zur Verfügung gestellt werden.
Als besonderes Highlight enthält die Digitalausstellung 3D-eingescannte Museumsobjekte. Diese können im Internet betrachtet werden, lassen sich aber, wie die Poster, auch herunterladen und im 3D-Drucker ausdrucken. Vom o6.o3.2o17 bis o5.o5.2o17 sind einige dieser 3D-gedruckten Objekte und die aus 16 Plakaten bestehende Variante M der Posterausstellung wochentags von 9 bis 14 Uhr im Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) am Riebeckplatz 9 in Halle zu besichtigen (Schulklassen werden gebeten, sich anzumelden).

Der Knüller für den Konfirmandenunterricht?

Für die Posterausstellung »#Here I stand« steht nun zusätzlich eine kostenlose App (die Poster-Rallye »Lutherbound«) zur Verfügung, mit der Kinder und Jugendliche spielerisch eine Rallye durch die Plakate machen können (http://www.here-i-stand.com/de/order#my-exhibition).
Auf Basis der App »Actionbound« bietet die digitale Rallye die Möglichkeit, die Inhalte beispielsweise im Rahmen des Schul- oder Konfirmandenunterrichts auf spielerische Weise zu vermitteln. Mit den Mitteln des Storytellings kommt Martin Luther selbst zu Wort und stellt das Wissen der Spieler in unterhaltsamer Weise auf die Probe. Die Antworten zu den Fragen sind auf den Postern zu finden. Auch jüngere Schüler können so spielerisch an die »Dekodierung« der Plakate gehen und bekommen nebenbei auch noch umfangreiches Wissen über Leben und Wirken des großen Reformators vermittelt. Die Kombination aus Spaß und didaktischen Inhalten zeichnet den Mehrwert für den Unterricht aus.
Aber nicht nur für Schulen ist der Lutherbound interessant. Viele Gemeinden, Kultureinrichtungen und Krankenhäuser möchten angesichts des bevorstehenden Reformationsjubiläums eine Posterausstellung in ihren Räumen ausrichten. Mit einer Hinweistafel können Besucher angeregt werden, die Actionbound-App herunterzuladen, die Rallye zu spielen und so tiefer in die Inhalte der Posterausstellung einzusteigen. Die Wissensvermittlung wird mit Actionbound zum Lernerlebnis.
Der Lutherbound steht auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.
Here I stand ist auch in den Social Media vertreten (http://www.here-i-stand.com/de/social-media): Bei Facebook, Twitter und Instagram können sich Interessierte über Aktuelles informieren und selbst einbringen.

Nähere Informationen sind unter www.here-i-stand.com erhältlich.

8Quelle: klandesamt für denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

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