Wenn der Computer Gedanken liest: Vortrag über Maschinelles Lernen und Big Data an der Leopoldina

15. März 2016 | Bildung und Wissenschaft | Keine Kommentare

Das Thema Maschinelles Lernen weckt große Hoffnungen: Computer erkennen in enormen Datenmengen (Big Data) Muster und Gesetzmäßigkeiten und „lernen“ so, sie zu interpretieren. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel in der Anwendung sind sogenannte Brain Computer Interfaces. Diese erkennen Hirnsignale, interpretieren sie und setzen sie in Computereingaben um, ohne dass der Nutzer nur einen Finger rühren muss. Prof. Dr. Klaus-Robert Müller, Physiker, Informatiker und Mitglied der Leopoldina, wird am Mittwoch, 23. März, 18 Uhr, in seinem Vortrag „Maschinelles Lernen und Big Data: technische Entwicklungen, Anwendungen und Perspektiven” den aktuellen Forschungsstand beschreiben und erklären. Zu dieser Veranstaltung der lädt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) ein.

Vortrag von Prof. Dr. Klaus-Robert Müller
„Maschinelles Lernen und Big Data: technische Entwicklungen, Anwendungen und Perspektiven“

Mittwoch, 23. März 2016, 18 bis 19 Uhr

Hauptgebäude der Leopoldina, Vortragssaal
Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Durch schnelle und präzise Messtechniken ist die Menge und Qualität an verfügbaren Daten zum Beispiel in den Bereichen Medizin und den Lebenswissenschaften so sehr angestiegen, dass Wissenschaftler an ihre Grenzen stoßen. Um aus dieser enormen Masse an Daten sinnvolle Informationen zu erzeugen, muss man die „richtigen” Fragen an die Daten stellen. Die mathematische Formalisierung solcher Fragen ist die Grundlage für das Maschinelle Lernen.

Klaus-Robert Müller ist Physiker und Informatiker. Sein Forschungsschwerpunkt sind Gehirn-Computer-Schnittstellen und Maschinelles Lernen. Er hat das Gebiet des Maschinellen Lernens maßgeblich mit aufgebaut. Außerdem erforscht er Support-Vektor-Maschinen und beschäftigt sich mit Big Data. Seit 2014 ist Müller Co-Director des Berlin Big Data Center. Seit 2012 ist er zudem außerordentlicher Professor an der University Seoul (Südkorea) und seit 2006 Professor für Maschinelles Lernen an der Technischen Universität Berlin.

Der Vortrag findet als Auftaktveranstaltung des Symposiums „Zukunftsaussicht Technik – Vom Spin bis zum Sonnensystem“ statt, zu dem Sie am Folgetag, Donnerstag, 24. März, ab 11.30 Uhr, ebenso herzlich eingeladen sind. Das Symposium der Mitglieder der Leopoldina-Klasse I – Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften versteht sich als Forum für den interdisziplinären Austausch. In ihren Vorträgen geben fünf renommierte Wissenschaftler Einblicke in die aktuelle Forschung der Akademiemitglieder. Sie sprechen über die Themen Spintronik (Stuart Parkin, Halle), moderne Werkstoffe (Tresa M. Pollock, Santa Barbara, USA), Grenzflächen-Forschung (Ulrike Diebold, Wien, Österreich), Weltraum-Missionen (Tilman Spohn, Braunschweig) und Stochastik (Martin Hairer, Warwick, Vereinigtes Königreich). Das Symposium richtet sich an alle Interessierten.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung bis zum 17. März wird gebeten unter: Anmeldung

Das komplette Programm des Symposiums finden Sie unter: Programm

(Quelle: Leopoldina)

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