Rock your Life: Aktion für mehr Bildungsgerechtigkeit in Halle gestartet

10. März 2015 | Bildung | Keine Kommentare

In Halle haben zehn Studenten einen lokalen Ableger des deutschlandweit erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten sozialen Projekts ROCK YOUR LIFE! gegründet, um so einen Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit zu leisten.
rockyourlife
Der Erfolg eines jungen Menschen hängt in Deutschland so stark wie in kaum einem anderen OECD-Staat von seinem sozio-ökonomischen Hintergrund ab. Für Kinder aus bildungsfernen Milieus bedeutet dies oft: ein Kreislauf vererbter Perspektivlosigkeit und schlechte Aufstiegschancen. Besonders betroffen sind Hauptschülerinnen und Hauptschüler, die häufig selbst ein Jahr nach ihrem Abschluss noch keine Ausbildung gefunden oder diese bereits wieder abgebrochen haben.
Die hallesche Aktion soll junge Menschen aus sozial benachteiligten Hintergründen beim erfolgreichen Start in die Zukunft unterstützen. Dazu werden deutschlandweit Mentoring-Beziehungen zwischen Studierenden und Schülern gestiftet.

Über das Programm Studierende als Mentoren qualifiziert, die zwei Jahre lang je einen Schüler kontinuierlich, Eins-zu-Eins während ihrer letzten beiden Schuljahre begleiten. Gemeinsam arbeiten Schüler und Studierende an den individuellen Zielen und Fähigkeiten des Schülers. Durch das Mentoring werden die Potentiale des Schülers gezielt gefördert und seine Eigeninitiative gestärkt. Zudem verbessern die Studierenden ihre sozialen Kompetenzen und werden für ihre gesellschaftliche Verantwortung sensibilisiert. Das Mentoring wird durch ein bundesweites Unternehmensnetzwerk ergänzt, das den Schülern den erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben ermöglicht und Unternehmen beim Finden motivierter Azubis hilft.

Anfänglich sind 30 solcher Mentoring-Paare geplant, die an einer lokalen Gesamtschule gestiftet werden. Der Grundstein der Beziehung wird an einem Seminar gelegt, das dem Kennenlernen und der Zielorientierung dient. Weitere Seminare dienen der Berufsorientierung und dem Selbstmanagement. Ermöglicht wird diese wichtige Arbeit u.a. durch die Think Big Stiftung.

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