Huttenschüler beteiligen sich an Konzept zur energetischen Sanierung des Lutherviertels

18. Januar 2016 | Bildung | Keine Kommentare

Für das Lutherviertel in Halle (Saale) wird derzeit ein energetischen Sanierungskonzept erarbeitet. Und Schülerinnen und Schüler der KGS „Ulrich von Hutten“ in Halle beteiligen daran.
huttenschule lutherviertel
Sie wenden im Rahmen der Lehr- und Lernform „Service-Learning“ (dt.:„Lernen durch Engagement“) ihr Wissen und Können aus den naturwissenschaftlichen Fächern praktisch an und engagieren sich damit aktiv in ihrer Gemeinde. Achtklässler der KGS „Ulrich von Hutten“ lernen in Physik und Technik die Grundsätze der Thermodynamik und die Methoden von Energieerzeugung und -nutzung kennen und engagieren sich zusammen mit dem Bauverein Halle & Leuna eG bei der Ausgestaltung eines energetischen Sanierungskonzeptes im angrenzenden Lutherviertel in der Stadt Halle. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Anteile an der CO2-Bilanzierung des Quartiers und verarbeiten die Daten später in einem Modell, um sie öffentlichkeitswirksam den Anwohnern zu präsentieren.

„Wozu müssen wir denn das lernen?, ist eine Frage, die wir immer wieder gestellt bekommen“, meint Diana Meißner, Physiklehrerin der KGS. „Mit dem Projekt haben wir die Möglichkeit, diese Frage ganz anschaulich zu beantworten.“ Das im Unterricht erlernte fachliche Wissen der Jugendlichen wird durch die konkrete Anwendung besser verständlich. Die Schülerinnen und Schüler bringen ihre Kompetenzen zudem in ein gesellschaftliches Engagement ein, das Anwohnern des Lutherviertels zu Gute kommt.

Die Schülerinnen und Schüler haben mit Vertretern des Bauvereins und der iws gGmbH bereits das Lutherviertel besucht und wichtige Informationen zur bisherigen Energieversorgung und zum Energieverbrauch gesammelt. Auf Grundlage dieser Fakten überlegten die Jugendlichen selbstständig, welche Inhalte des Stoffes aus dem Physik- und Technikunterricht sie im Lutherviertel zur Anwendung bringen wollen. Entstanden ist dabei u.a. die Idee einer Verkehrszählung, um zu berechnen, wie hoch der CO2-Ausstoß des Straßenverkehrs im Lutherviertel ist. „Der motorisierte Verkehr trägt durch Verbrennung von Benzin und Diesel zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) bei. Im Projekt ‚Energiequartier Lutherviertel‘ wird daher auch nach Möglichkeiten gesucht, wie der motorisierte Verkehr reduziert werden kann, ohne die Bewohner in ihrem täglichen Leben einzuschränken. Dafür wird zum Beispiel über die Installation einer Ladesäule für Elektrofahrräder oder Elektroautos nachgedacht.“ sagt Guido Schwarzendahl, Vorstandsmitglied des Bauverein Halle & Leuna eG.

Mit Beginn 2016 werden die Schülerinnen und Schüler in die Umsetzung ihres Engagements im Lutherviertel starten und dabei einen direkten Beitrag für die Umwelt und die Anwohner des Viertels leisten.

Das Projekt der Schüler und Schülerinnen findet im Rahmen des Sachsen-Anhalt-weiten Modellprojektes „Service-Learning in den MINT-Fächern“ statt, das gemeinsam von der Siemens Stiftung und der Freudenberg Stiftung initiiert wurde und in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. und dem Kultusministerium Sachsen-Anhalt an sieben Schulen im Bundesland durchgeführt wird. Der Bauverein Halle & Leuna eG mit seinem Projekt „EnergieQuartier Halle“ ist dabei lokaler Engagementpartner der Schule.

Print Friendly

Kommentar schreiben