Abitur: Sachsen-Anhalt ist Schlusslicht

24. Juni 2013 | Bildung | 2 Kommentare

Das Statistische Landesamt in Halle (Saale) bestätigt Ergebnisse der neuesten Bertelsmannstudie. Demnach ist Sachsen-Anhalt Schlusslicht beim Abitur.

Die Hochschul- oder Fachhochschulreife hatten 457.090 Sachsen-Anhalter erworben, das sind nur 22,6 Prozent der Bevölkerung ab dem Alter von 15 Jahren. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 28,3 Prozent. Fast ein Drittel (137 000) der Absolventen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife lebte in den beiden Universitätsstädten Halle (Saale) und Magdeburg.

Dagegen besaßen am 09.Mai 2011 rund 46 Prozent der Sachsen-Anhalter ab dem Alter von 15 Jahren die mittlere Reife oder einen gleichwertigen Schulabschluss. Dieser Wert liegt nicht nur fast 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (28,9 Prozent), Sachsen-Anhalt ist damit im Vergleich aller Bundesländer Spitzenreiter.

Betrachtet man den höchsten erreichten Schulabschluss in Verbindung mit dem Alter der Person, zeichnet sich auch in Sachsen-Anhalt der Trend zur höheren Schulbildung ab.

Fast ein Drittel der 18-29 jährigen hatte die Hochschul- oder Fachhochschulreife, bei den 30-49 und den 50-64 jährigen war dies jeweils nur fast ein Viertel, bei den über 65 jährigen waren es sogar nur 16,9 Prozent.

Des Weiteren hatten die Sachsen-Anhalter mit einem Anteil von 26,7 Prozent deutlich seltener als im Bundesdurchschnitt (35,9 Prozent) einen Haupt- oder Volksschulabschluss.

Gemessen an allen Personen mit Haupt- oder Volksschulabschluss entfielen zwei Drittel auf die Bevölkerung ab dem Alter von 65 Jahren.

4,6 Prozent der Einwohner Sachsen-Anhalts ab 15 Jahren, das waren 93 560 Personen, hatten am 09.Mai 2011 (noch) keinen Schulabschluss, im Bundesdurchschnitt waren es fast 7 Prozent.

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