Pünktliche Zuschaltung neuer Bahnanlagen nach umfangreichem Arbeitsprogramm vom 21. bis zum 28. November 2016

28. November 2016 | Kurznachrichten, Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare
Hauptbahnhof Halle

Hauptbahnhof Halle

(Leipzig/Halle(Saale), 28. November 2016) Pünktlich wie geplant übergaben die Bauleute am 28.11.2016, 4 Uhr den Bahnknoten Halle(Saale) wieder an den Zugverkehr. Ein umfangreicher Ersatzverkehr hatte zwischenzeitlich die Verbindungen aufrechterhalten. Während der einwöchigen Sperrung waren die im vergangenen Jahr neu gebauten über 50 Weichen und 10 Kilometer Gleis in das Bahnnetz stellwerkstechnisch eingefügt worden. Ein Kreuzungsbauwerk und drei Eisenbahnüberführungen (-brücken) gingen in Betrieb. In 6 Elektronischen Stellwerken wird dafür die Software gewechselt.

Während der Sperrung war die südliche Bahnausfahrt komplett unterbrochen. Der alte Bahndamm wurde abgetragen. Danach wanderten zwei je 1.000 Tonnen schwere, seitlich vorgefertigte neue Eisenbahnbrücken von beiden Seiten auf Gleitbahnen in die Gleisachse. Die neue Bahnbrücke über die B6 (Leipziger Chaussee) ist Teil einer neuen, mit der Stadt Halle vereinbarten optimierten Straßenführung. Sie geht im Herbst kommenden Jahres in Betrieb.

Für die nächste Bauetappe geht am 5. Dezember ein Behelfsbahnsteig für die S-Bahn Richtung Nietleben in Betrieb. Der Zugang ist über die Delitzscher Straße eingerichtet.

Die Ostseite des Hauptbahnhofs Halle (Saale) einschließlich der Durchbindung der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Berlin (VDE 8) wird bis Ende 2017 fertig. Dafür ist die Hallendachkonstruktion mit einer 45 Tonnen schweren Spezialkonstruktion stabilisiert worden. Die Fertigstellung der Westseite des Hauptbahnhofs Halle (Saale) ist für Ende 2019 vorgesehen. Der Bahnknoten innerhalb des Stadtgebietes ist etwa 12,5 Kilometer lang. Etwa 500 Bauleute sind ständig im Einsatz.

Der Bahnknoten erhält elektronische Stellwerkstechnik. 50 Kilometer Gleis, 200 Weichen und neun Brücken werden neu gebaut. Die Bahnsteige im Bahnhof werden modernisiert. Dadurch ist bis 2017 der komfortable Anschluss an die Aus- und Neubaustrecke Nürnberg–Erfurt–Halle/Leipzig-Berlin (VDE8) möglich. Mit dem Umbau kann die Geschwindigkeit von 40 km/h auf bis zu 160 km/h angehoben werden. Durch den Bau einer modernen Zugbildungsanlage entsteht ein modernes Güterverkehrskreuz mit angeschlossenem Instandhaltungswerk. Die Investition beträgt etwa 750 Millionen Euro.

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