Pflanze der Woche

15. Juni 2016 | Bild der Woche | 39 Kommentare

Leser(in) „Gondwana“ hatte den richtigen „Riecher“ bei der letzten „Blüte der Woche“. Genau, es handelte sich um die Blütenstände der „Actinidia deliciosa“, eher bekannt als „Kiwi“ oder „chinesische Stachelbeere“.  „Actinidia“ stammt vom griechischen Wort für „Strahlen“ ab, was das sternartig ausstrahlende Muster aufgreift, das entsteht, wenn man die Frucht aufschneidet. Und „deliciosa“ erklärt sich von selbst. Ursprünglich stammt die bis zu 10 Meter hoch rankende Kletterpflanze aus Südchina. Heutzutage wird sie aber vielerorts in Südeuropa angebaut, und wie der Blütenstand zeigt, dessen Bild  uns ein hallescher Gartenfreund zusandte, gedeiht die Pflanze durchaus auch in unseren Breiten. Mit etwas gärtnerischem Geschick werden die Früchte in sonniger Lage auch in Halle reif. Das aber nur unter einer Bedingung: Die Pflanze ist „diözisch“ (zweihäusig), es gibt also männliche und weibliche Exemplare.  In der Nähe der fruchttragenden weiblichen Pflanze muß sich immer eine blühende männliche Pflanze als Pollenspender befinden. Während die Pflanze, deren Wildform übrigens unbekannt ist, schon im chinesischen Altertum kultiviert wurde, verließ sie ihre Heimat erst spät: zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten die ersten Exemplare nach Neuseeland. Dort benannte man sie – wohl zu Werbezwecken – nach dem dortigen Nationalvogel „Kiwi“. Erst in den 1950er Jahren wurden erste erfolgreiche Anbauversuche in den Ländern des Mittelmeers unternommen. Heute wird sie dort mit teils beachtlichen Erträgen in großen Plantagen angebaut.

blume der woche 14-06-2016. Dieses alltäglich aussehende Gewächs wird diese Woche gesucht

Dieses auf den ersten Blick unscheinbare, gelb blühende Gewächs wird diese Woche gesucht (14.Juni 2016)

Nun aber zu unsererem nächsten Fall. Die hier gezeigte Pflanze wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, und vieleicht auch auf den zweiten Blick. Wenn sie in Samen geht, kann man sie etwas leichter erkennen. Vielleicht. Mehr wollen wir hier gar nicht verraten, erst einmal. Mit der richtigen Bezeichnung der Pflanze soll das Spiel dann auch gar nicht zu Ende sein. Denn rund um dieses Gewächs gibt es viele Geschichten zu erzählen, über seine Herkunft, den Gebrauch, die wirtschaftliche Bedeutung für unsere Region. Das wollen wir alles wissen.

 

 

 

 

 

 

 

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