Eine Pflanze, die Silber in Gold verwandelt, und nahezu alle Krankheiten besiegt ?

5. Dezember 2016 | Bild der Woche | 15 Kommentare

Auflösung der letzten Pflanze der Woche:

Bevor wir uns einer wirklich „alchemistischen“ Pflanze zuwenden, die diese Woche zu bestimmen ist, wenden wir uns zunächst der Auflösung der letzten zu: auch hier ging es schon um Chemie:

Na, Gondi, da hast du dich aber in die Irre führen lassen! So gerne wolltest du Fossilien in Form versteinerter Lebewesen, oder zumindest deren Spuren und Abdrücke finden – und hast dich dabei irritieren lassen von den anderen Eindrücken deines Urlaubs auf der Fränkischen Alb.

dendrit-fossil-pflanze-des-monats-mineral

Das war sie, unsere „Pflanze“ der Woche. Ein anorganischer Dendrit

Da ist das Altmühltal zum Beispiel, dessen Hänge und Eintiefung einen viel mächtigeren Flusslauf vortäuschen, als die Altmühl jemals gebildet hatte. Es war die Donau, die das überdimensionierte Tal der heutigen Altmühl geschaffen hat, zumindest von Dollnstein bis Kehlheim. Die Flüsse, die ihre Betten teilen, waren also Ur-Donau und Altmühl: Die Donau hat ein tiefes, breites Tal hinterlassen, sich dann aber über einen neuen Flusslauf gesucht. Vor rund 3 Millionen Jahren kam sie dort als Ur-Donau von Süden, floss durch das (heute so genannte) Wellheimer Trockental nordwärts und drehte dann nach Osten ab. Da sich die Schwäbisch-Fränkische Alb, parallel zur Bildung des Schwarzwalds, an ihrer Nordseite immer weiter heraushob, kam es zur Verkippung der Gesteinsschichten. Bei diesem geänderten Relief wurde die Donau von Süden her von anderen Flüssen angezapft, bis sie sich ihr neues Flussbett über Neuburg und Ingolstadt gesucht hat. Ihr altes, viel weiter nördlich verlaufendes Flussbett fiel trocken oder wurde, im Bereich Eichstädt, von der Altmühl weiterbenutzt.

archaeopteryx_nt

Rekonstruktion des Archaeopteryx mit schwarzem Federkleid (Quelle: Wikimedia Commons)

Rekonstruktion des Archaeopteryx mit schwarzem Federkleid

Vielleicht hat dich auch der Urvogel irritiert, der 147 Millionen Jahre alte Archaeopteryx, der weltweit erstmals im Solnhofener Plattenkalk, genau in dieser Gegend, als Versteinerung entdeckt wurde? Wenige Exemplare wurden bisher gefunden, das besterhaltendste hatte seinen Verkaufswert, dem einer Kuh (rund 150 Mark) entsprechend, innerhalb weniger Jahre auf 20.000 Mark vervielfacht. Heute, 150 Jahre später, wird ihm die Bedeutung als „erster Vogel“ abgesprochen, er wird wieder mehr den Dinosauriern zugerechnet.

Riesimpakt

Auch der beschriebene Meteoriteneinschlag (Ries-Ereignis vor 14,6 Millionen Jahren) wurde kontrovers diskutiert: Ende des 19. und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sprach man beim Nördlinger Ries vom schwäbischen Vulkan, erst danach setzte sich die Entstehung als Impaktkrater durch.

Dendriten
Naja, Gondi, bei so vielen Falschannahmen liegst du zwar im Trend, mit der Vermutung eines Pflanzenfossils aber ebenfalls daneben! Was wir sehen, im Solnhofener Plattenkalk (- äh, hier irrt der Verfasser: Das erste Foto zeigte etwas anderes, nämlich den sog. Wesersandstein aus dem Buntsandstein), sind sogenannte Dendriten. Und die haben NICHTS mit Pflanzen zu tun! Nichts Organisches ist das, kein Fossil. Nein, es ist rein anorganisch entstanden, man kann hier höchstens von Pseudofossilien sprechen: Etwas, das an einen Organismus erinnert. Trotzdem: Nicht wegwerfen! Sammlerwert haben solche Dendriten auf jeden Fall. Es sind nur keine gepressten Farne oder Moose, keine Grashalme. Hier ist eisen- oder manganreiches Wasser entlang der Schichtflächen der dünnen Kalksteinplatten infolge von Kapillarkräften eingedrungen. Dabei kam es zu sogenannten Ausblühungen von Mineralen, die dendritisches (d.h. baumartiges) Wachstum aufweisen. Diese Dendriten bilden dunkle Krusten aus stark verästelten Mineralen, die in mehreren Phasen aufeinander aufgewachsenen sind. Man spricht von fraktaler Mineralaggregation, da hatte Einbeck durchaus Recht! Mit seiner 10-fach vergrößernden, professionellen Triplet-Lupe (- um die ihn manch einer beneidet) sieht Gondi das ausgezeichnet.

Fraktales oder diffusionsbegrenztes Wachstum deutet auf rasche Kristallisationsprozesse aus einer von der Menge her begrenzten Lösung hin. Schnell musste es also gehen, und wenig Material stand zur Verfügung: Dieses setzte sich, dem Selbstähnlichkeitsprinzip folgend, an Fremdkörpern (Kristallisationskeimen) ab – hier war das direkt an der kurz zuvor aus der mineralischen Lösung gewachsenen Kruste, so ging es dann sukzessive weiter, bis ganze Bäumchen entstanden sind. Diese Mineralaggretation geht schneller als bei einer Glasbildung (- dieser Prozess hat zu den Moldaviten beim Riesereignis geführt) und langsamer als beim geordneten Kristallwachstum (- was z.B. schöne Bergkristalle oder Kochsalzwürfel entstehen lässt, je nach Chemismus).

So kristallisierten, der (unterschiedlichen) Diffusion folgend, nacheinander Metalloxid-Minerale aus der Lösung aus und bildeten insgesamt ein verästeltes, sog. dendritisches Wachstum. Nicht streng symmetrisch, nicht streng periodisch, sondern mit eher natürlichem Ausse

hen. Wäre nun die kristallisierende Substanz in großen Mengen vorhanden, würde das fraktale Muster flächig überwachsen werden. Bei geringen Lösungskonzentrationen bleibt aber das Dendritenmuster vorhanden. Metall kann also die Form einer Pflanze annehmen! Übrigens: Die Fellzeichnung des Zebras oder Tigers entsteht ebenfalls nach diesem Prinzip. Ist das jetzt belebte oder unbelebte Natur? Verwirrend!

Alchemisten begeisterten sich für den  Arbor Saturni, eine Abscheidung metallischen Bleis aus einer Lösung, was auch zu dendritischem Wachstum führt. Die postmittelalterlichen Alchemisten experimentierten auch mit anderen sogenannten Planetenmetallen (Kupfer, Silber…), um Metallbäumchen abzuscheiden. Es folgten kontroverse Diskussionen, inwieweit die mineralische Welt belebt sei. Heutzutage dient die Abscheidung von Metallbäumen einer Illustration der elektrochemischen Spannungsreihe.

 

dendrit2

Gelbe Eisenoxid- und schwarze Manganoxid-Dendriten in Buntsandstein. Durch die dreidimensionale Ausbildung der Mineralaggregate drängt sich noch mehr der Anschein einer versteinerten Pflanze auf. Es handelt sich jedoch um rein anorganisches Mineralwachstum. Handstück etwa kinderhandgroß.

Fossilien?

Bei den Lesern entspann sich noch eine kurze Diskussion zur Fossilienbildung. Wikipedia schreibt dazu ganz trocken: „Die Fossilisation beginnt mit dem Tod des Organismus. Vorteilhaft ist, wenn dieser für Zeitgenossen unbemerkt bleibt, die sich von Kadavern ernähren. Für eine gute Erhaltung ist auch wichtig, dass der Tod nicht durch stark destruktive Kräfte bewirkt wird, wie etwa durch einen Felsschlag. Günstiger ist der Tod durch Erkrankung oder Ertrinken.“ Allen an ihrer Erhaltung für die Nachwelt Interessierten sei dieses nahegelegt! Welche Farben man als Fossil dann annehmen kann, war ein interessanter Punkt der Disskussion unserer Leser Fractus, Einbeck und Hei-Wu, und wurde von der atomaren bis zur mineralisierten Ebene gestreift. Aber darauf könnten wir ja bei einer der nächsten Pflanzen der Wochen näher eingehen?

(A.S.)

Diese Woche geht es um eine Zauberpflanze, die alle Probleme zu lösen verspricht: Sie verwandelt Metalle in Gold und besiegt nahezu alle Krankheiten.

Pflanze der Woche 5.-11. Dezember 2016

pdw-titel-05-12-2016

Sanft gleitet die Feder des Mönches Dionysios über das neue glatte Pergament, endlich soll die Reinschrift werden. Hier auf dem Athos, Anfang des 18. Jahrhunderts, verfasst der mittelmäßig begabte Ikonenmaler und Mönch Dionysios sein Lebenswerk: ein Anleitungsbuch über die Techniken und Kniffe der Malerei soll es werden. „Erminia tis sografikis technis“. In Karyes, dem Hauptort der Mönchsinsel Athos, inmitten des Osmanischen Reiches, lebt unser Mönchlein mit seinen Brüderm, abgeschottet von der Außenwelt, verteilt auf über 30 größere Klöster, teils festungsartig ausgebaut. Seit 52 Jahren schon lebt er hier, und hat, rechnet man seine Jugendzeit im mittelgriechischen Furna hinzu, schon ein begnadetes, biblisches Alter erreicht.  Vom Meer her weht jetzt, anfang Dezember, ein kühler Wind hinauf, es ist kurz vor Mitternacht, aber vom Katholikon, der Hauptkirche, ertönt schon wieder der hölzerne Klang des Simandron. „Sie rufen schon wieder zum Gebet“, flucht Dionysios,“ kann ich niemals meine Arbeit zu Ende bringen?“ Dionysios beschließt, den Mitternachtsgottestdienst zu schwänzen, und der Frühgottesdienst, bei dem die aufgehende Sonne und das neue Licht gefeiert werden, wären noch weit….

Also hier war ich stehen geblieben. Über den gelben Firnis, Περι βερνικιoυ κιτρινου, Kapitel 34„. Als Sprache hatte Dionysios die vereinfachte Sprache gewählt, das Volksgriechisch, das er auch mit den wenigen Laien spricht, die hin und wieder die streng abgeriegelte Halbinsel in der Ägäis besuchen. Die gehobenen Kirchensprache taugt nicht für ein technisches Lehrbuch, wo sogar von allerhand merkwürdigen Substanzen die Rede ist: und sogar von Vorgängen, die er nur einmal in einer Illustration im einem gesehen hat, das der Abt vom Vatopedi-Kloster seinerzeit  unbemerkt auf dem Schreibtisch hat liegen gelassen: es gehörte eigentlich in den Giftschrank. Ein Handlungsreisender soll es einst als Gastgeschenk mitgebracht haben, aus dem fernen Deutschland: „Currus Triumphalis Antimonii“ war der lateinische Titel, der Verfasser soll ein Mönch Namens Basilius Valentinus gewesen sein.  Der das Buch mitbrachte, war gewiß ein  doppelter Häretiker, nicht einmal ein Papist, sondern einer derer, die jüngst sogar von Rom abgefallen waren. Keiner der Mitbrüder hat je erfahren, wie es geschehen konnte, dass ausgerechnet dieser unselige Knecht des Teufels hierher, auf die streng abgeschottete Halbinsel unter dem heiligen Berg  Athos, hat vordringen können. Erst im Nachgang hatte Dionysios von dem Besuch des merkwürdigen Fremden erfahren, aber der Abt von Vatopedi, hat, als eines Abends seine Zunge vom Raki etwas gelockert war, ihm, dem Maler Dionysius, ein wenig berichtet, aber nur soviel, wie es geraten schien, die Künste des bescheidenen Malermönches zu befördern.

„Nimm über zwanzig Drachmen Sandarak, und dann Sarisabri, das ist… [leider im Text verderbt, den Saft der Pflanze der Woche, anm. Red]… stoße das alles gut zu Pulver.. schütte sie in einen Topf, dass sie sich auflösen… füge Nefti (Terpentin) hinzu….du kannst damit Silber überstreichen, um es gelb zu machen“

athos-Manuskript edition schaefer 1855


Weiter gleitet die Feder, und Dionysios muß abermals an die Erzählungen des Abtes denken, während er sich ein weiteres Glas Raki eingießt, jenen wunderbaren Elixiers, das die Kunst der Malerei so dienlich ist, wie der Beförderung der Ideens, und manchmal gar eine gewisse Vorahnung des Paradieses aufkommen lässt. „Richtig, Raki, davon wollte ich in Kapitel 35 schreiben: „Ein Firnis von Raki, der im Schatten trocknet….“ Dionysius schildert nun, beflügelt von der rasch anflutenden Wirkung des wunderbaren Destillats aus dem Weintrester, wie man einen Firnis aus besonders scharfem, mehrfach destillierten Rakischnaps bereitet, indem man das duftende Sandarak-Harz darin löst. Und dann fiel ihm noch etwas ein, was ihm der Abt nach der Unterredung mit dem deutschen Häretiker nicht ohne Entrüstung zugeraunt hatte: “ Wisse, dass die Katholiken kein Blattgold auf die Bilder legen, sie nehmen stattdessen einen Firnis, den sie in der deutschen Sprache „Γολιφαρμπε“ nennen, was in der Unseren soviel wie „Goldfarbe“ (χρωμα χρυσον) bedeutet.“

Ein Firnis, bereitet aus Schnaps, einem Baumharz und dem Saft einer anderen Pflanze, verwandelt Silber in Gold…

Als Dionysius am Ende des § 35 diese Worte schreibt, klapperte abermals das Simandron, übermüdet, aber auch ehrfürchtig ob der Wunder Gottes Natur und gleichermaßen vom Raki beseelt, legt er seine Feder weg. Es es ist Zeit zur Begrüßung der Widerkehr des neuen Lichtes in der Klosterkirche, das sich jetzt tatsächlich in einem dunklelgrauen Schimmer andeutet, vor dem sich der schwarze Kegel des Athosberges dräuend abhebt.

Wir verlassen an dieser Stelle unseren griechischen Mönch, begeben uns ins Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. In der Ausstellung „Alchemie – die Suche nach dem Weltgeheimnis“ erfährt man, wie in der Zeit unseres griechichen Mönches in Westeuropa bereits  Generationen von Gelehrten ihre Hoffnung in Substanzen legten, die nicht nur Silber in Gold verwandelten, sondern den Menchen von nahezu allen Krankheiten heilen sollten.  Man suchte nach dem legendären Stein der Weisen, der diese Wunder bewirken sollte. Ehrbare Wissenschaftler waren da am Werke, wie auch infame  Betrüger. Besondere Hilfe erhoffte man sich vom Antimon, einem hochgiftigen Schwermetall, das, wenn seine Dosis nicht tödlich wirkte, „reinigende“ Wirkung als drastisches Brech- und Abführmittel entfaltete.

Aber eine Pflanze, der ähnlich wundertätige Kräfte innewohnen? Eine Anwendung unserer gesuchte Wunderpflanze hatte ja schon unser griechischer Mönch beschrieben. Aus ihrem Saft  konnte man, mit allerhand Kunstgriffen, tatsächlich einen Lack bereiten, mit dem man Zinn- oder Silberfolien so überziehen konnte, dass sie wie Gold wirkten.

Viel wichtiger war der gelbe Saft aber schon seit der Antike als Medizin: und zwar  als drastisches Abführmittel. Über das „wundertätiges, aber bittere Heilmittel“ schrieb man noch in der Barockzeit Traktate mit durchaus metaphorischem theologischen Hintergrund.

Unsere gesuchte Pflanze enthält dabei mindestens zwei verschiedene „Wundersäfte“. Der eine ist der im Übermaß giftige und abführende, Goldgelbe. Doch die Pflanze hat mehr zu bieten. Heute  wird die Pflanze, die weltweit in warm – trockenen Gebieten verbreitet ist, feldmässig angebaut. Grund sind – wissenschaftlich unbewiesene – Heilkräfte, die in ihrem farblosen, gelartigen Blattinneren schlummern sollen. Das glitschige Material ist in Kosmetikprodukten ebenso enthalten wie in Nahrungsergänzungsmitteln aller Art. Unsere Pflanze findet man als Smoothies, Haarschampo, Anti-Aging-Cremes. Gesetzwidrig wird sie in Onlineshops sogar als Arzneimittel gegen gegen Krankheiten von Darmkrebs bis Depression angepriesen. Auch wenn der tatsächliche Nutzen unserer Wunderpflanze umstritten ist: sie verheißt Wohlstand, Brot und Schönheit. Ersterer wird zumindest denen zu Teil, die unsere Pflanze so erfolgreich vermarkten.

Unsere Frage: wie heißt die Pflanze?

 

 

Print Friendly

Startseite Foren Eine Pflanze, die Silber in Gold verwandelt, und nahezu alle Krankheiten besiegt ?

Dieses Thema enthält 15 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von Elfriede Elfriede vor 3 Monate, 1 Woche.

Ansicht von 16 Beiträgen - 1 bis 16 (von insgesamt 16)
  • Autor
    Beiträge
  • #277019

    Auflösung der letzten Pflanze der Woche: Bevor wir uns einer wirklich „alchemistischen“ Pflanze zuwenden, die diese Woche zu bestimmen ist, wenden wir
    [Der komplette Artikel: Eine Pflanze, die Silber in Gold verwandelt, und nahezu alle Krankheiten besiegt ?]

    #277020

    Da fällt mir nur Tetraclinis articulata ein Cypressengewächs ein.

    #277021

    Mir fällt da das Märchen vom Rumpelstilzchen ein.

    #277022

    Die Sandarak-Zypresse? Sandarak ist ein Harz, das kommt in der Geschichte auch vor, aber es ist nicht der entscheidende Rezepturbestandteil, wenn man den Text genau liest.

    #277023

    Also, eh, an irgendetwas erinnert mich der Hinweis mit dem glitschigen Kosmetikprodukt. In meiner Selbstrühr-Zeit habe ich für den Glitschigeffekt mit Hyaluronsäure hantiert, aber da lande ich eher beim Hahnenkamm, nicht bei einer Pflanze.
    Wir brauchen also ein Pflanzengel?

    #277024

    Diesmal habt ihr euch ein wirklich verzwicktes Rätsel ausgedacht. Ich habe im ersten Moment an den Mangostanebaum (Gattung Garcinia – diverse Arten) gedacht. Das aus der Pflanzenmilch gewonnenen Gummigutta ist ein färbender Bestandteil eines Goldfirnis und wurde früher auch als starkes Abführmittel eingesetzt. Die Mangostanfrüchte haben diverse medizinische Wirkungen und aus dem Öl der Samen wird Kokumbutter hergestellt, die sowohl in der Nahrungsmittel- als auch der Kosmetikindustrie Verwendung findet.
    Soweit die Übereinstimmungen – ABER: das „farblos, gelartige Blattinnere“ kommt bei der Mangostane nicht vor. Und da bin ich nun wieder ratlos.

    #277031

    @hal29: du bist wahrscheinlich auf der richtigen Spur. Du musst jetzt nur nach anderen Pflanzensäfte suchen, die man sowohl für gelbe Firnisse, als auch als Abführmittel nutzte. Das erwähnte Manuskript dieses Mönches Dionysios gibt es übrigens tatsächlich. Im Artikel ist jetzt auch noch ein Ausschnitt aus der deutschen Ausgabe eines gewissen Dr. Schäfer von 1855 abgebildet, im Text ist leider einer der beiden damals geläufigen Pflanzennamen durchgestrichen. Und der andere Name, Sarisimsalabimdingsda, soviel ist sicher, ist nicht griechisch, nicht deutsch, nicht latein, sondern einer anderen, damals in der Region sehr geläufigen Sprache entlehnt. Leider hat unser Mönch einen ganz kleinen Buchstabendreher drin, sonst könnte man es ja googeln…

    #277034

    Vor mir liegt „Das grosse Garten-Handbuch Pflanzen&Blumen von Abessinische Gladiole bis Zypresse“ mit 1152 Seiten !!!
    Vielleicht will es ein Blumenfan?

    #277040

    Eine „verkomplizierte“ irreführende Fragestellung! Dann sage ich mal, es handelt sich um Aloe vera!

    #277046

    Aus Secale cereale aus der Familie der Poaceae hat Rumpelstilzchen Gold hergestellt.

    #277645

    Eine Wunder(liche)- Pflanze…..

    #277782

    @Elfriede, wir sind doch auch Wunder(liche)-Pflanzen!

    #277822

    Ist es Crocus sativus ?

    #277825

    Wie kommst Du da drauf?

    #277826

    Weil Safran alles zu goldgelb macht.

    #277828

    @einbeck, ja und das ist auch gut so!

Ansicht von 16 Beiträgen - 1 bis 16 (von insgesamt 16)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.